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Windows Live® Suchergebnisse HaubentaucherEnzyklopädieartikel
Haubentaucher, regelmäßig auf größeren Binnengewässern anzutreffender Lappentaucher mit langem, schlankem Hals. Der 46 bis 51 Zentimeter große Haubentaucher hat ein braunes Rücken- und Nackengefieder, Bauchunterseite und Halsvorderseite sind weiß. Im Prachtkleid tragen beide Geschlechter eine Federhaube, die bei der Balz fächerartig abgespreizt wird. Der Haubentaucher ist in Eurasien von Spanien bis China, in Afrika, Australien und Neuseeland verbreitet. Er bewohnt große, flache, häufig mit Schilf bestandene, stehende oder langsam fließende Gewässer. Haubentaucher ernähren sich von Fischen, die sie tauchend erbeuten, aber auch von wirbellosen Tieren wie Insekten und Mollusken. Die Brutzeit beginnt in Mitteleuropa im April oder Mai. Männchen und Weibchen zeigen ein auffallendes Balzverhalten mit synchronen Bewegungen; dabei schwimmen sie mit gespreizten Hauben aufeinander zu, richten sich im Wasser aneinander auf und schütteln die Köpfe. Das Nest aus Pflanzenteilen bauen sie am Ufer oder verankern es als Schwimmnest in der Schwimmblattzone ihres Brutgewässers. Das Gelege besteht zumeist aus zwei bis sechs Eiern, die etwa vier Wochen bebrütet werden. Die schwarzweiß gestreiften Jungen sind Nestflüchter, die das Nest oft schon am Tag des Schlüpfens verlassen. Sie können sofort schwimmen, werden in den ersten drei Lebenswochen aber auch häufig auf dem Rücken der Eltern mitgenommen. Manche Haubentaucher sind Standvögel, andere verlassen im Herbst ihr Brutgebiet und überwintern z. B. in milden Regionen West- und Südeuropas, häufig auch in Küstennähe auf dem Meer. Der Bruterfolg der Haubentaucher wird oft durch Störungen beeinträchtigt, die von Wassersportlern ausgehen. Der Naturschutzbund Deutschland wählte den Haubentaucher zum Vogel des Jahres 2001, um auf die Gefährdung der Gewässer und ihrer Bewohner aufmerksam zu machen. Systematische Einordnung: Der Haubentaucher wird wissenschaftlich als Podiceps cristatus bezeichnet. Er gehört zur Familie Podicipedidae.
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