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Windows Live® Suchergebnisse HausmausEnzyklopädieartikel
Hausmaus, vom Menschen über die ganze Welt verschleppte Art aus der Familie der Echten Mäuse. Die Hausmaus erreicht eine Kopfrumpflänge von 7,2 bis 11,5 Zentimetern, der Schwanz ist fast körperlang. Sie stammt ursprünglich aus Asien und ist heute weltweit verbreitet (siehe Kosmopoliten); in Europa kommt sie in mehreren Unterarten vor. Die Hausmaus variiert in ihrer Fellfärbung von grauschwarz bis rostbraun, die Bauchseite ist deutlich abgesetzt. Weibchen sind größer als Männchen. Als Kulturfolger leben Hausmäuse bevorzugt in menschlichen Bauwerken, aber auch an Feldrändern, Gewässern und in Dünengelände. Sie ernähren sich hauptsächlich von Samen, Pflanzen, Insekten und menschlichen Nahrungsvorräten, aber auch rein tierisch, z. B. in Kühlhäusern. Die vorwiegend nachtaktive Hausmaus kann gut klettern und springen, Gehör und Geruchssinn sind sehr gut entwickelt. Mit Hilfe ihres Vomeronasalorgans (eines besonderen Geruchsorgans in der Nasenscheidewand) können Hausmäuse sogar Moleküle des Histokompatibilitätskomplexes identifizieren und auf diese Weise Artgenossen individuell unterscheiden (Science, 2004). Nach einer Tragzeit von 20 Tagen kommen durchschnittlich sechs Junge als Nesthocker zur Welt, die mit zwei bis drei Monaten geschlechtsreif sind. Bei Gebäudepopulationen sind bis zu acht Würfe pro Jahr möglich, die Sterberate der Nestjungen ist besonders im Frühjahr hoch, aber auch die Wintersterblichkeit der im Freien lebenden Hausmäuse ist groß. Hausmäuse haben viele Feinde: Greifvögel, Eulen, Raubtiere und Hauskatzen. In Gefangenschaft können Hausmäuse mehrere Jahre alt werden. Eine aus Japan stammende Albinoform der Hausmaus wird seit dem 19. Jahrhundert als Labormaus genutzt (siehe Tierversuche). 2002 wurde eine Arbeitsversion des Genoms der Hausmaus veröffentlicht, das aus 30 000 Genen besteht. Von besonderer Bedeutung für die medizinische Forschung ist, dass 90 Prozent der Gene, die bei Krankheiten eine Rolle spielen, bei Mensch und Maus identisch sind. Systematische Einordnung: Die Hausmaus heißt zoologisch Mus musculus, sie gehört zur Familie Muridae.
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