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Hightech

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Hightech, allgemeine Bezeichnung für die Wissenschafts- und Technikdisziplinen der Wachstumsbranchen der nachindustriellen Gesellschaft.

Dazu werden die Informationstechnik (Mikroelektronik, Computer-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik, Robotik), die neue Biotechnik (siehe Gentechnik), die Werkstofftechnik (Keramik, Faserverbundwerkstoffe), die neue Energietechnik (erneuerbare Energien; z. B. Sonnenenergie), die Umwelttechnik (Entsorgung, Altlastenbehandlung) und die Satelliten- und Raumfahrttechnik gezählt. Neuerdings rechnen einige Autoren auch die Kryotechnik (Kältetechnik; siehe Tiefsttemperaturtechnik) zu den Hochtechnologien, nachdem die Entdeckung supraleitender Materialien ganz neue Perspektiven für die Energie- und Informationsübertragung eröffnet hat. Mit der begrifflichen Überhöhung dieser neuen technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen soll einerseits deren dynamisierende Wirkung für die wirtschaftliche und gesamttechnische Entwicklung gekennzeichnet, andererseits der Querschnittscharakter der neuen Techniken erfasst werden, welche die alten Technikbereiche überformen. So legt etwa die neue Biotechnik in der Medizin die Grundlage für die genauere Kenntnis der Gen- und Proteinfunktionen. Sie konstruiert in der Landwirtschaft neue Pflanzen nach Kriterien wie Ertrag, Schädlingsresistenz oder Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltgiften. Maßgefertigte Bakterien können Prozesse in Gang setzen, die eine bessere Ausbeutung von Öllagerstätten erlauben. In der chemischen Industrie können gentechnisch hergestellte Enzyme die Synthese bestimmter Moleküle ermöglichen, die sonst nur unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen möglich wären (Beispiel: Ammoniaksynthese). Als Biosensoren in der Medizin, in der Umweltanalytik und in der Lebensmittelüberwachung spielen Kombinationen biologischer und elektronischer Bauelemente eine Rolle (siehe Lebensmitteltechnologie). In der Umwelttechnik werden Designerbakterien auf spezielle Bodenverschmutzungen angesetzt. So durchsetzen die neuen Techniken nicht nur die alten Techniksparten der industriellen Produktion sondern sind auch untereinander vielfach vernetzt.

Der Begriff stammt aus dem Englischen (Kurzfassung von high technology). Häufig wird er als Hochtechnologie oder Neue Technologien eingedeutscht. Hightech geht zurück auf eine Stilbezeichnung, welche die Übernahme ursprünglich für Labore und industrielle Fertigungseinrichtungen entworfener Einrichtungselemente für die Gestaltung privater Wohnbereiche als „höchst technikästhetisch” (highly technological) charakterisierte (Joan Kron and Suzanne Slesin, Hightech. The industrial style and source book for the home, 1978). Der Architekt N. R. Foster verwendete ihn zur Bezeichnung komplexer Baukonstruktionen, deren Statik und Bauformen rechnergestützten Entwurf voraussetzten (Computer Aided Design, abgekürzt CAD) und eine eigene funktionale Ästhetik hervorbrachten. Ursprünglich wurde der Begriff Hightech um 1980 vor allem zur Kennzeichnung des revolutionären Charakters der Miniaturisierung elektronischer Bauelemente (z. B. integrierte Schaltkreise) übernommen (Tom Forester (Hg.), The Microelectronics Revolution, 1980), Grundlage der Johoka Shakai, der Informationsgesellschaft (Youichi Ito, 1966).

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