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Windows Live® Suchergebnisse InterregnumEnzyklopädieartikel
Interregnum (lateinisch, „Zwischenherrschaft”), im Allgemeinen die Bezeichnung für den Zeitraum zwischen Absetzung, Abdankung oder Tod eines Herrschers und dem Herrschaftsantritt seines Nachfolgers. Im Besonderen bezeichnet der Begriff im Heiligen Römischen Reich die 19 Jahre zwischen dem Tod des letzten staufischen Königs Konrad IV. 1254 bis zur Wahl Rudolf I. von Habsburg 1273. Dieser Zeitraum, in dem es keinen allgemein anerkannten König gab, war gekennzeichnet von dauernden Machtkämpfen, die die Position der Reichsfürsten stärkten, so z. B. nach dem Tod Wilhelms von Holland die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Richards von Cornwall und Alfons X. von Kastilien (Doppelwahl 1257). Beide konnten sich nicht im Reich durchsetzen. Um sich in den unruhigen Zeiten des Interregnums schützen und den Landfrieden aufrechterhalten zu können, schlossen sich zahlreiche Städte im Rheinischen Bund zusammen. In der Goldenen Bulle von 1356 wurde für den Fall eines Interregnums die Reichsverwaltung verbindlich geregelt.
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