Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Ionischer AufstandEnzyklopädieartikel
Ionischer Aufstand, Erhebung der griechischen (ionischen) Städte an der kleinasiatischen Westküste und auf Zypern gegen die persische Oberhoheit in den Jahren 500 bis 494 v. Chr. Ursache der Erhebung der seit 546 v. Chr. unter persischer Herrschaft stehenden ionischen Städte war zum einen ihr wirtschaftlicher Niedergang – das Vordringen der Perser in den Mittelmeerraum sowie die Förderung des phönikischen Handels durch die Perser hatte den ionischen Handel erheblich beeinträchtigt; zum anderen empfanden die Griechen in Kleinasien das Herrschaftssystem, das die Perser in den ionischen Städten errichtet hatten, als Tyrannis, von der sie sich zu befreien suchten. Auslöser des Aufstandes war der Aufruf des Aristagoras, des Tyrannen von Milet, der bei dem persischen König Dareios I. in Ungnade gefallen war, an alle Griechenstädte in Kleinasien, sich ihrer Tyrannen und der persischen Oberhoheit zu entledigen. Die Erhebung war schlecht organisiert und erhielt kaum Unterstützung aus dem griechischen Mutterland; lediglich Athen und Eretria (die zweitgrößte Stadt auf Euböa) entsandten einige Schiffe. Einziger militärischer Erfolg der Griechen war 499 v. Chr. die Besetzung der Unterstadt von Sardes. 497 v. Chr. konnten die Perser ohne größere Probleme Zypern wieder unter ihre Herrschaft bringen; etwa zwei Jahre später besiegten sie die ionische Flotte bei Lade, einer Insel vor Milet, und 494 v. Chr. eroberten und zerstörten sie Milet, das Zentrum der Erhebung. Damit war der Aufstand endgültig niedergeschlagen. Um die persische Herrschaft über die kleinasiatischen Griechenstädte zu sichern und zugleich Athen und Eretria für ihr Eingreifen in Kleinasien zu bestrafen, begann Dareios 492 v. Chr. die Perserkriege gegen Griechenland.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |