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  • Junggrammatiker – Wikipedia

    Junggrammatiker nennt man eine Gruppierung von Linguisten der so genannten Leipziger Schule, die sich Ende der 1870er Jahre in Leipzig um August Leskien (1840–1916), Karl ...

  • Junggrammatiker

    Junggrammatiker. Die Junggrammatiker sind eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern des letzten Drittels des 19. Jh. Die bedeutendsten Vertreter sind:

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    Junggrammatiker auch Leipziger Schule, ursprünglich abwertend gemeinte Bezeichnung einer Gruppe von Sprachwissenschaftlern, die in den siebziger...

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Junggrammatiker

Enzyklopädieartikel

Junggrammatiker (auch Leipziger Schule), ursprünglich abwertend gemeinte Bezeichnung einer Gruppe von Sprachwissenschaftlern, die in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Leipzig entstand. Mit ihrer Auffassung der streng positivistischen Orientierung an Fakten stellten sich die Junggrammatiker gegen die vorherrschende metaphysisch-spekulative Sprachwissenschaft ihrer Zeit. Hermann Pauls 1880 erschienenes Werk Prinzipien der Sprachgeschichte kann als programmatische Hauptschrift der Junggrammatiker aufgefasst werden. Zu den bedeutendsten Vertretern werden neben Hermann Paul u. a. Karl Brugmann, Hermann Osthoff, Berthold Delbrück, Eduard Sievers und August Leskien gezählt.

Zu den Grundauffassungen der Junggrammatiker gehörten: 1. Die Sprachwissenschaft hat ihren Gegenstand nicht im Sprachsystem sondern in der konkreten unmittelbar beobachtbaren Sprache des einzelnen (Idiolekt). 2. Wichtigste Beschreibungsebene sind die Laute, da sie am besten beobachtbar sind. Die Lautebene ist von Syntax und Semantik unabhängig (Autonomie der Lautebene). 3. Primäres Ziel der Sprachwissenschaft ist die Beschreibung des historischen Wandels der Sprache (Historismus). 4. Lautverschiebungen, die historisch nachweisbar sind, geschahen bzw. geschehen stets nach strengen Regeln, die keine Ausnahmen zulassen (Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze).

Jede dieser Maximen der Junggrammatiker wurde später zum Gegenstand der Kritik. Man sprach nun von Reduktion auf Idiolekte, bedauerliche Beschränkung auf die lautliche Oberfläche der Sprache, Vernachlässigung der Gegenwartssprache und Fehlen systemhafter Zusammenhänge. Diese Kritik führte letztlich zur Überwindung der junggrammatischen Ideen und mündete in den linguistischen Strukturalismus Ferdinand de Saussures und Leonard Bloomfields.

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