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Windows Live® Suchergebnisse Christine KaufmannEnzyklopädieartikel
Christine Kaufmann (*1945), deutsche Filmschauspielerin. Sie begann ihre Filmkarriere in den fünfziger Jahren als Kinderstar mit Rollen in Melodramen und Heimatfilmen. In den siebziger Jahren drehte sie mit namhaften Regisseuren des Neuen deutschen Films wie Werner Schroeter und Rainer Werner Fassbinder. Kaufmann wurde am 11. Januar 1945 in Lengdorf (Steiermark) geboren und wuchs in München auf. Hier erhielt sie ab 1952 Ballettunterricht am Theater am Gärtnerplatz und an der Bayerischen Staatsoper. Ihr Leinwanddebüt hatte Christine Kaufmann 1952 im Alter von nur sieben Jahren in dem Film Im weißen Rößl. Mit der Titelrolle in dem Rührstück Rosen-Reslie (1954) avancierte sie zum Kinderstar und spielte in den fünfziger Jahren in einer Reihe von Heimatfilmen, z. B. Wenn die Alpenrosen blüh’n (1955), Die Stimme der Sehnsucht (1956) und Die Winzerin von Langenlois (1957). Ab 1958 wirkte sie auch in internationalen Produktionen mit, z. B. in dem Antikfilm Gli ultimi giorni di Pompei (1959; Die letzten Tage von Pompeji, Drehbuch und Koregie Sergio Leone). In dem Gerichtsfilm Town without Pity (1960/61; Stadt ohne Mitleid), einer deutsch-amerikanischen Koproduktion, spielte Kaufmann an der Seite von Kirk Douglas ein Mädchen, das im Deutschland der Nachkriegszeit von betrunkenen amerikanischen Soldaten vergewaltigt wird. 1963 heiratete sie den bekannten amerikanischen Schauspieler Tony Curtis, den sie bei Dreharbeiten zu dem Film Taras Bulba (1962; Taras Bulba) kennen gelernt hatte. Nachdem die Ehe, aus der zwei Töchter hervorgingen, geschieden worden war, kehrte sie 1968 nach Deutschland zurück und wirkte zunächst in unbedeutenden italienischen Produktionen mit. In der ersten Hälfte der siebziger Jahre wurde sie von Werner Schroeter vor die Kamera geholt; in dessen avantgardistischen Melodramen Der Tod der Maria Malibran (1971) und Willow Springs (1973) war Christine Kaufmann mit ihrer ätherisch anmutenden Schönheit ideal besetzt. In Egon Schiele – Exzesse (1980) war sie die Partnerin von Mathieu Carrière und Jane Birkin. In den Fassbinder-Filmen Lili Marleen (1980) und Lola (1981) war sie in Nebenrollen zu sehen. Ihr komödiantisches Talent bewies Kaufmann in der Rolle der schrulligen, prätentiösen Olga Behrens in Helmut Dietls erfolgreicher Fernsehserie Monaco Franze – Der ewige Stenz (1983) an der Seite von Helmut Fischer und Ruth-Maria Kubitschek. Es folgten Werner Schroeters Tag der Idioten (1982) mit Carole Bouquet in der Hauptrolle und Peter Zadeks Die wilden Fünfziger (1983). Mit Percy Adlon drehte Christine Kaufmann Die Schaukel (1983) und Out of Rosenheim (1987). In den neunziger Jahren war sie auch in Fernsehproduktionen zu sehen, z. B. Birkenhof & Lerchenau (1994) und Ein flotter Dreier (1996). Unter der Regie von Zadek folgte eine Nebenrolle am Burgtheater in Christopher Marlowes Der Jude von Malta (2001). Mit Büchern wie Körperharmonie (1985), Liebesgefecht (1993), Meine Schönheitsgeheimnisse (1997) und Zeitlos schön. Styling & Make-up für die Frau ab 40 (1998) machte sie sich als Verfasserin von Wellness- und Kosmetikbüchern einen Namen. Sie veröffentlichte die Memoirenbände Normal müßte man sein (1989), Der Himmel von Tanger (2000), Christine Kaufmann und ich. Mein Doppelleben (2005) und Liebestöter auf vier Pfoten (2006). Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Autorin unterhält sie eine erfolgreiche Kosmetiklinie.
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