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Windows Live® Suchergebnisse KlappmützeEnzyklopädieartikel
Klappmütze, Gattung der Hundsrobben mit nur einer Art. Die Klappmütze ist eine nördliche Robbenart; ihr Vorkommen reicht von Neufundland bis zum Weißen Meer, im Sommer hält sie sich hauptsächlich in grönländischen Gewässern auf. Der Weltbestand an Klappmützen wurde 2007 auf 600 000 Tiere geschätzt. Molekularbiologischen Untersuchungen zufolge bilden Klappmützen keine separaten Populationen, sondern bestehen aus einer einzigen panmiktischen Population, in der sich das Erbgut unbegrenzt durchmischt (Molecular Ecology, 2007). Die bis zu 2,5 Meter langen Klappmützen werden bis 400 Kilogramm (Männchen) schwer. Das graue Fell ist mit großen, schwarzen Flecken und Tupfen besetzt, der Kopf ist schwarz. Ausgewachsene Männchen können eine schwarze Haube (eine Erweiterung der Nasenhöhle) aufblähen und die Wand des einen Nasenloches durch das andere nach außen stülpen, so dass eine Art roter Ballon entsteht. Diese Auswüchse dienen wohl zum Imponieren gegenüber Rivalen. Mit fünf Jahren sind Tiere beider Geschlechter fortpflanzungsfähig, sie haben eine Lebenserwartung von etwa 35 Jahren. Die Weibchen bilden lockere Gruppen, im März bzw. April bekommen sie ihre Jungen, in der Regel auf großen Eisschollen. Sie werden dann von meist einem Männchen bewacht, das sich damit seine Fortpflanzungschancen sichert. Klappmützen halten sich überwiegend auf dem Eis auf, selten an Land. Ihre Nahrung besteht aus Hochseefischen wie Rotbarsch und Heilbutt aber auch aus Tintenschnecken. Systematische Einordnung: Die Klappmütze heißt zoologisch Cystophora cristata, sie gehört zur Familie Phocidae.
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