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Windows Live® Suchergebnisse KlosterEnzyklopädieartikel
Kloster, als Begriff übergeordnet der Lebensform, Wohneinheit und dem besitzrechtlichen Status als monastisch-asketischer, nach außen abgeschlossener Gemeinschaft. Im architektonischen Sinne ist das Kloster ein in sich und zur Umgebung hin autonomer Komplex (Klausur) funktionaler Bauten. Grundgedanke ist das Leben in der asketischen Gemeinschaft, so sind im Osten wie im Westen die Klosterkirche für das gemeinschaftliche Gebet und das Refektorium für die gemeinsamen Mahlzeiten mit Lesungen die prominentesten Bauwerke der Anlage, dazu kommt noch der Kapitelsaal. Grundlage des abendländischen Klosterlebens und damit Ausgangspunkt für den Klosterbau ist die Regula Sancti Benedicti des heiligen Benedikt von Nursia (um 480 bis 553), und dessen Keimzelle das Kloster Montecassino (gegründet 529), in dem Benedikt das Zusammenleben der Mönche in einem gemeinsamen Haus gestaltete. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich das benediktinische Bauschema zu seiner für das gesamte Mittelalter und bis heute fortwirkenden verbindlichen Form. Im Süden liegt die Klosterkirche mit dem Kreuzgang; um diese gruppieren sich das Dormitorium, der Schlafbereich der Mönche, das Refektorium für die gemeinsamen Mahlzeiten, Küche und Vorratskeller. Außerhalb dieses Kerns finden sich das Wohnhaus des Abtes, Häuser für die Krankenversorgung sowie die Gebäude der Novizen, Pilger- und Gästehäuser, Schulen, Werkstätten und Wirtschaftsgebäude. Der Kapitelsaal als Versammlungsraum wurde unter das Dormitorium gelegt, so dass dieser Komplex zweigeschossig ist. Die klassische Ausprägung des benediktinischen Schemas findet sich im Sankt Galler Klosterplan (Sankt Gallen, Stiftsbibliothek, um 830). Die Chorherren glichen ihre Propstei dem benediktinischen Schema an; im 13. Jahrhundert schufen die Bettelorden den neuen Typus des mitten in der Stadt gelegenen Konvents, der auch als Rechtsform vom Kloster abwich und der veränderten wirtschaftlichen Struktur des hohen und späten Mittelalters Rechnung trug. Im Barock wurden die Klöster zunehmend fürstlichen Residenzen angenähert, im Idealfall vollständig symmetrisch um die Klosterkirche angelegt, oft mit einer aufwendigen Bibliothek und Prunksuiten, die gar nicht mehr für die Mönche bestimmt waren.
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