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Kommagene

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KommageneKommagene

Kommagene, antike Landschaft zwischen Taurusgebirge und Euphrat im heutigen Südosten der Türkei und Nordosten Syriens. Kommagene wird erstmals in assyrischen Inschriften aus dem Jahr 866 v. Chr. als Land oder Stadt von Kummuh erwähnt. Es war zu jener Zeit bis zum Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. ein eigenständiges Königreich, das jedoch dem assyrischen König Tribut zu zahlen hatte. 708 v. Chr. eroberten die Assyrer unter König Sargon II. die Hauptstadt von Kommagene, vertrieben den König Mutallu, und tauschten die Bevölkerung der Stadt Kummuh mit derjenigen der südmesopotamischen Stadt Bit-Yakin aus. Über das Schicksal Kommagenes in den darauf folgenden Jahrhunderten, als assyrische Provinz und als Teil des persischen Achaimenidenreiches (6. Jahrhundert v. Chr. bis 330 v. Chr.), ist bisher sehr wenig bekannt.

Unter der Herrschaft der Seleukiden (304 bis 64 v. Chr.) gelangte Kommagene aber offensichtlich spätestens im 2. Jahrhundert v. Chr. wieder zu politischer Eigenständigkeit. König Antiochos I. führte seine Abkunft väterlicherseits auf den Achaimenidenkönig Dareios I. und mütterlicherseits auf den Gründer der Seleukidendynastie Seleukos I. zurück. Auf dem 2 150 Meter hohen Gebirgszug Nemrut Dağı im Südosten der Türkei ließ er sich einen Totentempel und ein Heiligtum mit Reliefs seiner Vorfahren und Kolossalstatuen griechisch-persischer Gottheiten errichten. Nach der Neuordnung des Vorderen Orients durch den römischen Staatsmann und Feldherrn Pompeius im Jahr 64 v. Chr. behielt Kommagene seine Eigenständigkeit und gewann sogar ehemals seleukidische Gebiete hinzu. 72 n. Chr. wurde das Königreich jedoch nach längeren kriegerischen Auseinandersetzungen aufgelöst und in die römische Provinz Syria eingegliedert.

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