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Konnotation

Enzyklopädieartikel

Konnotation, in Semiotik und Semantik das nicht durch Denotation erschließbare Erstgemeinte, sondern das Mitgemeinte oder -bedeutete als dasjenige, das im Gegensatz zur konkreten Bedeutung eines Zeichens mit diesem intellektuell oder emotional verknüpft werden kann. Konnotation entsteht, wenn das Bezeichnende bzw. der Signifikant und das durch Denotation Bezeichnete bzw. das Signifikat gemeinsam zu einem neuen Signifikanten werden, der erst mit einem Vorstellungsinhalt gefüllt werden muss. (Dargestellt haben dies u. a. Roland Barthes in Mythen des Alltags und Umberto Eco in Das offene Kunstwerk.) So konnotiert das Zeichen „Mond” unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. im Umfeld der Literatur, ein romantisches Gefühl, oder aber auch die Vorstellung von Kälte. Des Weiteren sind solche Zeichen konnotativ, die – wie etwa „Mensch” – eine Vielzahl von Attributen assoziieren.

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