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Windows Live® Suchergebnisse KreuzgangEnzyklopädieartikel
Kreuzgang, den Innenhof umlaufender, zu diesem hin geöffneter Gang eines Klosters. Der Kreuzgang ist das Herzstück einer Klosteranlage und eine mittelalterliche Bauform, wenn auch Anregungen des römischen Atriums oder Peristyls (Säulenhofes) der Privathäuser mit eingeflossen sind. Der Kreuzgang erfüllt seine Funktion als Verbindungs- und Verteilungsanlage innerhalb des Klausurbereiches. Sein Typus wird bestimmt durch die Zentrierung des Klosterensembles um einen offenen Hof, von dem aus Kirche und Konventsgebäude für die Klosterangehörigen zugänglich waren. Er ist der Verweilbereich für Mönche und Nonnen innerhalb der klösterlichen Tagesrhythmik von Schweigeperioden und Meditation, Redezeiten und Tätigkeiten des täglichen Lebens und damit Kommunikationszentrum des Klosters. Als Bautypus entstammt er dem benediktinischen Mönchstum. Einen ersten Höhepunkt erreichten Architektur und skulpturale Ausstattung im 11. Jahrhundert vor allem in Südfrankreich und Katalonien mit ihrem umfangreichen und theologisch differenzierten Programmen der Heilsgeschichte. Häufig wurde er auch als Bestattungsort für die Mönche oder Nonnen benutzt. Mit dem Auftreten neuer klösterlicher Lebensformen im 13. Jahrhundert und dem allmählich eintretenden Wandel hin zu einem neuzeitlich-profanen Bewusstsein geht auch eine Ent-Idealisierung des Kreuzganges einher, die letztlich zur Ausbildung des profanen Arkadenhofes führt.
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