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Windows Live® Suchergebnisse KreuzkuppelkircheEnzyklopädieartikel
Kreuzkuppelkirche, Zentralbau der mittel- und spätbyzantinischen Zeit (10./11. Jahrhundert bis 1453). Sie wird in ihrer Baugestalt dominiert von der zentralen Kuppel, die von vier in die Vierung frei eingestellten Säulen getragen wird, welche durch Vierungsbögen verbunden sind. Auf die Vierung laufen vier tonnengewölbte Joche zu, deren Gewölbe den Schub der Vierungskuppel mittragen. Die verbleibenden vier Ecksegmente sind niedriger gewölbt oder überkuppelt, so dass Fünf-Kuppel-Kirchen entstehen können. Im Osten schließen die Apsis oder Apsiden ab, im Westen der Narthex oder die Vorhalle. Im Norden und Süden befinden sich häufig Hallenräume, die oft fälschlich Schiffe genannt werden. Die Kuppel-, Gewölbe- und Wandflächen bieten Platz für das byzantinische Bildprogramm in Mosaik oder Malerei. Als Gründungsbau galt lange die nur in zeitgenössischen Baubeschreibungen überlieferte Nea ekklesia Kaiser Basileios I. in Konstantinopel (geweiht 880/81), doch haben sich mittlerweile durch neue Datierungen angeblich vorbereitender Kirchenbauten andere Einsichten in die Entwicklung der Kreuzkuppelkirche ergeben. Die Ableitung der Bauform ist kontrovers und reicht von spätantiken Grabbauten über sassinidische Feuertempel bis zu einer Verbindung des basilikalen Systems mit dem Zentralbau. Berühmteste Kreuzkuppelkirche des westlichen Abendlandes ist S. Marco in Venedig aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts.
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