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  • Kulturrelativismus – Wikipedia

    Dieser Artikel beschreibt die Rolle des Begriffs der Relativität in der Ethnologie und der Kulturwissenschaft. Zu weiteren Bedeutungen siehe Relativität.

  • Metakritik des Kulturrelativismus

    Das "Weiße-Erlöser-Syndrom" als Form rassistischer Belästigung ... Metakritik des Kulturrelativismus. In letzter Zeit kommt es häufiger vor, dass einem in der Debatte über ...

  • NOVO 81: Karikaturenstreit: Im Gehäuse des Kulturrelativismus

    Der Karikaturenstreit zeigt, wie schrill an sich belanglose Auseinandersetzungen werden können, sobald sie als Kampf um die Behauptung angeblich verletzter kultureller Identität ...

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Kulturrelativismus

Enzyklopädieartikel

Kulturrelativismus (zu lateinisch relatus: zurückgetragen, auf etwas bezogen), in der Ethnologie methodologischer Ansatz, dem zufolge kulturelle Phänomene nur innerhalb ihrer spezifischen kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen verstanden und bewertet werden können.

Der Kulturrelativismus steht in engem Zusammenhang mit der holistischen (ganzheitlichen, von griechisch holon: Ganzes) Interpretation von Kulturen als offene Systeme, deren durch dynamische Beziehungen verbundene Teile ein Ganzes bilden, das wiederum in seiner Ganzheit gegenüber den Teilen ein qualitativ unterschiedenes eigenständiges Verhalten aufweist („Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”). Der Kulturrelativismus steht zudem im Widerspruch zum Ethnozentrismus, also der Bewertung fremdkultureller Erscheinungen durch eigenkulturelle Maßstäbe, und zum Evolutionismus, der von Kulturrelativisten als ethnozentrisch, bzw. eurozentrisch angesehen wird. In letzter Konsequenz lehnt der Kulturrelativismus jegliche Bewertung fremdkultureller Phänomene und somit auch die Einmischung in fremde Kulturen ab. Als Wegbereiter und bedeutendste Vertreter des Kulturrelativismus gelten u. a. Franz Boas, Melville J. Herskovits sowie Edward A. Westermarck.

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