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L’art pour l’art

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Charles Baudelaire: Le voyageCharles Baudelaire: Le voyage

L’art pour l’art (französisch: Kunst um der Kunst willen), von Victor Cousin in Du vrai, du beau, du bien (gedruckt 1836) geprägte Formel für ein künstlerisches Prinzip, das die Realisierung des ästhetisch Schönen im autonomen Kunstwerk propagiert; es wurde von Théophile Gautier im Vorwort zu seinem Roman Mademoiselle de Maupin (1835) entwickelt. Dieses Konzept einer sich von allen äußeren – moralischen, ethischen, religiösen, politischen, weltanschaulichen oder sozialen – Zweckmäßigkeiten freisprechenden Kunst fand seine Realisierung vor allem in der Lyrik; innerhalb der französischen Literatur u. a. bei Charles Baudelaire, Gustave Flaubert und den Brüdern Goncourt; innerhalb der englischen Literatur dezidiert bei Oscar Wilde; innerhalb der deutschen Literatur bei Stefan George und seinem Kreis. Auch die virtuose ästhetizistische Formkunst (poésie pure) der Parnassiens, eines französischen Dichterkreises in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um Charles-Marie-René Leconte de Lisle und José-Maria de Heredia, huldigte dem Gedanken des L’art pour l’art (Ästhetizismus).

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