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Windows Live® Suchergebnisse La PalmaEnzyklopädieartikel
La Palma, nordwestlichste und fünftgrößte der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantik. Zusammen mit Teneriffa, Gomera und Hierro bildet die vulkanische Insel die spanische Provinz Santa Cruz de Tenerife. Auf der 726 Quadratkilometer großen Insel, deren Hauptort Santa Cruz de la Palma an der Ostküste liegt, leben etwa 80 000 Menschen. La Palma besitzt etwa die Form eines Dreiecks und ist ebenso wie die anderen Inseln des Archipels vulkanischen Ursprungs. Im heutigen Nordteil der Insel entstand ein riesiger Stratovulkan, der in dem 2 423 Meter hohen Pico de los Muchachos gipfelt. Der Krater des gewaltigen Vulkankörpers, die Caldera de Taburiente, verfügt über einen Durchmesser von rund sieben Kilometern bei einer Tiefe von etwa zwei Kilometern. Geologisch jüngeren Alters sind die von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszüge Cumbre Nueva und die bis zu 2 000 Meter hohe Cumbre Vieja, die ebenfalls vulkanischen Ursprungs sind. Die Insel ist stark zerklüftet und teilweise unwegsam. Gebirgsbäche haben in den vergangenen Jahrtausenden tiefe Barrancos in die steilen Hänge der Vulkaninsel geschnitten. La Palma besitzt ein ozeanisch-subtropisches Klima und liegt in der Zone des Nordost-Passats, der das Klima wesentlich bestimmt. Die Insel verfügt auf Grund des kühlen Kanarenstroms über ein ganzjährig ausgeglichenes Klima. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 21 und 24 °C, im Winter werden in den Küstengebieten selten 18 °C unterschritten. In den Wintermonaten nehmen atlantische Tiefausläufer aus dem Westen und Norden vereinzelt Einfluss auf das Wettergeschehen. Das von Nord nach Süd verlaufende Bergmassiv teilt die Insel in einen regenreicheren Osten (Luv-Lage) und einen trockeneren Westen (Lee-Lage). Große klimatische Unterschiede bestehen zwischen der Küstenzone und den höheren Lagen, die zu einer prägnanten Ausbildung von Vegetationsstockwerken führen. Im Gegensatz zu den anderen Kanareninseln spielt der Tourismus auf La Palma eine noch relativ wenig bedeutende Rolle, auch wenn die Zahl der Besucher nach der Erweiterung des Flughafens in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts anstieg. In der Landwirtschaft ist vor allem der Obst- und Tabakanbau bedeutend. Zu den wichtigsten Exportartikeln zählen Bananen, Avocados, Zigaretten und Zigarren. Die heutigen Bewohner La Palmas sind zum großen Teil Nachfahren der altkanarischen Urbevölkerung (Auaritas), die um 500 v. Chr., aus Nordwestafrika kommend, die Insel besiedelte. Anfang des 15. Jahrhunderts entsandte König Heinrich III. von Kastilien und León den Normannen Jean de Béthencourt mit dem Auftrag, die Kanarischen Inseln zu erobern. La Palma konnte sich, im Gegensatz zu Lanzarote, Fuerteventura und Hierro, den spanischen Eroberern im Jahr 1404 und ein weiteres Mal 1447 widersetzen. Im Frühjahr 1493 wurden die Ureinwohner La Palmas endgültig besiegt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts zählte die Insel wegen des Amerikahandels zu den größten Handelsmetropolen Spaniens. 1514 wurden die Altkanarier per Gesetz den Spaniern gleichgestellt. Dies führte zu einer Beschleunigung der Vermischung von altkanarischen und spanischen Bevölkerungsgruppen. Im 17. Jahrhundert setzte ein allmählicher wirtschaftlicher Niedergang ein. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte ein Aufschwung, der auf der Zucht von Cochenille-Läusen zur Farbstoffgewinnung und auf dem Bananenanbau basierte. 1982 erhielten die Kanarischen Inseln, und damit auch La Palma, einen Autonomiestatus mit Selbstverwaltungsrechten.
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