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Windows Live® Suchergebnisse Gustav LandauerEnzyklopädieartikel
Gustav Landauer (1870-1919), Schriftsteller und Politiker. Landauer wurde am 7. April 1870 in Karlsruhe als Sohn jüdischer Eltern geboren. Er studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte, brach 1893 das Studium ab und veröffentlichte im selben Jahr seinen einzigen Roman Der Todesprediger. Um die Jahrhundertwende wandte sich Landauer unter dem Einfluss Kropotkins und Lew Tolstoj zunehmend einem radikalen Sozialismus und dem Anarchismus zu; 1906 gründete er zusammen mit Martin Buber und Erich Mühsam den Sozialistischen Bund, und von 1909 bis 1915 gab er die Zeitschrift Der Sozialist heraus. Nach der Novemberrevolution 1918 gehörte er in München dem Zentralarbeiterrat an, und im April 1919 war er Volksbeauftragter für Volksaufklärung der Münchener Räterepublik. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Räterepublik wurde Landauer am 2. Mai 1919 von Freikorpssoldaten im Gefängnis ermordet. Neben politischen Essays wie z. B. Die Revolution (1907) und Aufruf zum Sozialismus (1911) veröffentlichte Landauer literaturgeschichtliche Abhandlungen – u. a. Shakespeare, dargestellt in Vorträgen (herausgegeben 1922 von Martin Buber) – und Übersetzungen, u. a. von Werken Meister Eckharts, Walt Whitmans und Rabindranath Tagores.
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