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Windows Live® Suchergebnisse LexikographieEnzyklopädieartikel
Lexikographie, das Erstellen von Wörterbüchern („Wörterbuchherstellung”, von griech. lexikon (biblion): Wörterbuch, und graphein: schreiben). Die Lexikographie ist der wissenschaftlich fundierte praktische Vorgang des Erstellens von Wörterbüchern. Selten wird der Begriff auch synonym für „Wörterbuchforschung” benutzt, generell ist dafür der Terminus „Metalexikographie” verbreitet. Ein Wörterbuch ist eine geordnete Auflistung von Wörtern. Es kann mehreren Zwecken dienen: Der Aufstellung des Wortschatzes einer Sprache (Thesaurus), der kontrastiven Gegenüberstellung des Wortschatzes zweier oder mehrerer Sprachen (z. B. als Lernwörterbuch), der Zusammenstellung von Fachtermini (Fachwörterbuch), von Synonymen (Synonymwörterbuch) oder auch Reimen (Reimwörterbuch). Weitere Formen von Wörterbüchern sind enzyklopädische Wörterbücher (Enzyklopädien), die ausführliche Definitionen und Erklärungen enthalten, und etymologische Wörterbücher, die sprachgeschichtliche Erläuterungen bieten. Die Reihenfolge der Wörterbucheinträge kann, je nach Anwendungsgebiet und Benutzerkreis, entweder alphabetisch (dabei sowohl vor- als auch rückläufig) oder nach Themen- bzw. Sachgebieten sortiert sein. In neuerer Zeit gewinnen auf CD-ROM verfügbare Wörterbücher zunehmend an Bedeutung, dort ist eine zusätzliche, über Querverweise und Indizes strukturierte Ordnung sinnvoll und verbreitet. Die theoretischen Grundlagen für die Lexikographie werden hauptsächlich von der Lexikologie (Wortschatzforschung) und der Metalexikographie (Wörterbuchforschung) geliefert. Für die Erforschung der Verwendbarkeit von Wörterbüchern zeichnet die relativ neue linguistische Disziplin der Metalexikopraxie (Wörterbuchbenutzungsforschung) verantwortlich. Hier wird mit dem Ziel, die Effizienz von Wörterbüchern zu verbessern, das Nachschlageverhalten der Benutzer untersucht.
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