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Windows Live® Suchergebnisse ManchingEnzyklopädieartikel
Manching, Ort in Oberbayern (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) und Fundstätte eines keltischen Oppidum der späten Eisenzeit, insbesondere der La-Tène-Kultur (etwa 450 v. Chr. bis um die Zeitenwende). Ab 1955 wurde ein Teil der 380 Hektar großen, planmäßig rasterförmig angelegten Stadtsiedlung systematisch ausgegraben. Die Stadt war wohl der Hauptort der Vindeliker und eine der größten Keltensiedlungen überhaupt; sie beherbergte schätzungsweise 10 000 Menschen. Sie war umgeben von einem Ringwall in Murus-gallicus-Bauweise, der heute noch auf einer Länge von sieben Kilometern erhalten ist. Die Bewohner betrieben in großem Umfang Bronzeguss, Eisenverhüttung und Glasverarbeitung und stellten Goldmünzen, Kleinkunstwerke und hochwertige Werkzeuge her. Zahlreiche Funde von Fernhandelsgütern bezeugen zudem, dass die Stadt ein bedeutendes Handelszentrum war. Sie wurde wahrscheinlich 15 v. Chr. nach kriegerischen Auseinandersetzungen aufgegeben, woraufhin das neu gegründete Augsburg die Hauptortfunktion übernahm. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichteten die Römer in der Nähe (bei der heutigen Ortschaft Oberstimm) ein Kastell. 2006 wurde in Manching das Kelten Römer Museum eröffnet, das ein Fülle von keltischen und römischen Funden aus der näheren und weiteren Umgebung präsentiert.
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