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Windows Live® Suchergebnisse Carel van ManderEnzyklopädieartikel
Carel van Mander (auch: Karel), (1548-1606), flämischer Maler, Dichter und Kunstschriftsteller des Spätmanierismus. Carel van Mander wurde im Mai 1548 in Meulebeke (Westflandern) geboren und war als Maler in Holland tätig. Er ging bis 1568 in Gent bei Lukas de Heere in die Lehre, reiste 1573 für fünf Jahre nach Italien und ließ sich 1583 endgültig in Haarlem nieder. 1593 gründete er mit Hendrik Goltzius eine Zeichenakademie. Mander starb am 2. September 1606 in Amsterdam. Durch die geringe Anzahl von Werken mit sicherer Zuschreibung ist Mander lange Zeit verkannt worden. Manders bedeutende Leistung findet sich in seinen Ansätzen zu einem Realismus, der ihn zu einem wichtigen Wegbereiter der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts machte. Sein Stil ist eine Mischung aus flämischen und italienischen manieristischen Elementen (Katharinenaltar in Contrai, Kirche Sankt Martin, 1582). Erst durch den Einfluss von Goltzius und Bartholomäus Spranger ging Mander über den Manierismus hinaus. 1590 entstanden erste naturalistische Werke, so Männerporträt und Der zwölfjährige Jesus im Tempel (beide 1590, Wien, Albertina). In den späteren Sittenbildern (Bauernkirmes, 1600, Eremitage, Sankt Petersburg) vollzieht sich der Übergang vom Manierismus zum barocken Genrebild.
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