Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Mandschu

Windows Live® Suchergebnisse

  • Mandschu – Wikipedia

    Dieser Artikel beschreibt das Volk der Mandschu/Manju. Für die gleichnamige japanische Süßigkeit siehe Manjū.

  • Tungusische Sprachen – Wikipedia

    Die tungusischen oder auch mandschu-tungusischen Sprachen sind eine Sprachfamilie von 12 relativ eng verwandten Sprachen, die von etwa 75.000 Sprechern in Nord-China ...

  • Phantasialand > Busportal > Gastronomie > Mandschu

    Herzlich willkommen im Phantasialand! Hier kommt jeder auf seine Kosten: die Fans knallharter Action, verträumte Romantiker, Showliebhaber und Spielefans ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Mandschu

Enzyklopädieartikel

Mandschu, auch Manchu oder Mandschuren, mit etwa 10 Millionen Menschen zweitgrößte ethnische Minderheit in der Volksrepublik China. Die Mandschu, die zu den Südtungusen gehören, siedeln in fast allen Teilen Chinas, sind jedoch vor allem im Gebiet der ehemaligen Mandschurei (Dongbei Pingyuan) ansässig. Mit den Mandschu kulturell und politisch-historisch eng verbunden sind die Sibe (auch Sibo oder Xibe), die heute als eigene ethnische Minderheit anerkannt werden. Die Sprache der Mandschu, das Mandschurische, zählt zum südtungusischen Zweig der mandschu-tungusischen Sprachen und war früher eine der größten Gruppen innerhalb der altaischen Sprachfamilie. Heute jedoch sprechen nur noch einige alte Leute in den Dörfern Sanjiazi (Distrikt Fuyu) und Dawujia (Distrikt Aihui) in der Provinz Heilongjiang Mandschurisch.

Die traditionelle Gesellschaftsstruktur der Mandschu bestand aus patrilinearen Clans, die aus mehreren lineages gebildet wurden. Die erweiterte Familie war die kleinste soziopolitische Einheit. Die in den Städten lebenden Mandschu arbeiten in verschiedenen Berufszweigen, wogegen die wirtschaftliche Grundlage der in den ländlichen Gebieten im Nordosten Chinas ansässigen Mandschu die Landwirtschaft bildet. Dabei spielen der Anbau von Sojabohnen, Tabak, Obst u. a. eine große Rolle, in manchen Gegenden auch von Ginseng und Pilzen sowie die Aufzucht von Seidenraupen. In der Religion der Mandschu besitzen der Ahnenkult sowie der Glaube an Geister und die Verehrung des Himmels eine große Bedeutung. Dabei fungieren Schamanen als Leiter der Riten. Aber auch buddhistische Einflüsse sind erkennbar.

Obwohl die Bezeichnung Mandschu erst Anfang des 17. Jahrhunderts in offiziellen Berichten erwähnt wird, reicht ihre Geschichte bis ins 11. Jahrhundert v. Chr. zu den Suzhen zurück, die im 6. Jahrhundert v. Chr. zusammen mit den Hao und den Yan auf dem Territorium der späteren Mandschurei siedelten. Im 12. Jahrhundert n. Chr. besetzten die Dschurdschen (Jurcen) den Norden Chinas und gründeten die Jin-Dynastie, die im 13. Jahrhundert von den Mongolen unter Dschingis Khan unterworfen wurde. Unter Nurhaci (1559-1626) schließlich vereinten sich ab 1583 die Dschurdschen und andere Ethnien zu den Mandschu. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eroberten sie ganz China und gründeten die Qing-Dynastie (1644-1911), wurden aber im Lauf der Zeit sinisiert, d. h. übernahmen die chinesische Kultur.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft