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  • Biographie: Erika Mann, 1905-1969

    1905-1969 Erika Mann Schauspielerin, Schriftstellerin 1905 9. November: Erika Julia Hedwig Mann wird als erstes Kind des Schriftstellers Thomas Mann und dessen Frau Katia (geb.

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Erika Mann

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Erika MannErika Mann

Erika Mann (1905-1969), Schriftstellerin und Schauspielerin. Als Exilschriftstellerin bekämpfte sie vom Ausland aus den Nationalsozialismus vehement. Nach dem Krieg trat sie als Herausgeberin von Schriften ihres Vaters Thomas Mann und ihres Bruders Klaus Mann in den Vordergrund.

Erika Mann wurde am 9. November 1905 als ältestes von sechs Kindern des Schriftstellers Thomas Mann in München geboren und nach dem Abitur von Max Reinhardt zur Schauspielerin ausgebildet. Danach stand sie in Berlin, Hamburg und München auf der Bühne und brachte, wenig erfolgreich, gemeinsam mit der Tochter Frank Wedekinds, Pamela, Selbstverfasstes zur Aufführung (Hotels, 1929, Jans Wunderhündchen, 1931, Plagiat, 1931). Zusammen mit ihrem Bruder Klaus verließ Erika Mann 1933 Deutschland und siedelte in die Schweiz über. Dort gehörte sie neben Therese Giehse zu den Gründern des Kabaretts Die Pfeffermühle, mit dessen antifaschistischem Programm sie in verschiedenen Ländern auftrat und für das sie auch Texte schrieb. Als Folge ihres Engagements wurde ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Nach einer dreijährigen Ehe mit dem Schauspieler Gustaf Gründgens (1925-1928) heiratete Mann 1935 den englischen Schriftsteller Wystan Hugh Auden. Ein Jahr später übersiedelte sie in die USA, wo sie journalistisch tätig wurde und Vorträge über Deutschland hielt. Mann starb am 27. August 1969 nach langer Krankheit in Zürich.

Der Großteil der Werke Erika Manns gehört zur Exilliteratur, darunter Zehn Millionen Kinder – die Erziehung im Dritten Reich (1938), Flucht ins Leben (1939) oder Die Lichter gehen aus (1940), die sie teilweise zusammen mit ihrem Bruder Klaus verfasste. Mit Kinderbüchern wie Stoffel fliegt übers Meer (1932) oder Muck der Zauberer (1935) wurde sie einem größeren Publikum bekannt, doch blieb sie hinter der Popularität ihres Vaters und ihres Bruders weit zurück. Weitere Werke der Autorin sind Das Buch von der Riviera (1931, mit Klaus Mann), Das letzte Jahr. Bericht über meinen Vater (1956) und Die Zugvögel (1959). Darüber hinaus entstanden Essays und Erzählungen. 1996 kam eine Briefsammlung Erika Manns unter dem Titel Mein Vater, der Zauberer heraus, die den mühsamen Weg nachzeichnet, mit dem die Autorin Thomas Mann zwischen 1933 und 1936 zur Ablehnung des nationalsozialistischen Regimes bewog („Uns ist bei unserer Jugend eine große Verantwortung aufgeladen in Gestalt unseres unmündigen Vaters”).

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