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Windows Live® Suchergebnisse MarschEnzyklopädieartikel
Marsch, aus Sand und Schlick bestehende Anschwemmungen an Flachküsten und Flussmündungen, die von starken Gezeiten geprägt werden. Im nördlichen Mitteleuropa erstreckt sich der Landschaftstyp der Marsch von Westfriesland bis zur Nordseeküste von Dänemark. Das Marschland liegt bei Flut zum Teil unter Wasser. An der Küste wird die Marsch Seemarsch genannt, an den Flussmündungen als Flussmarsch bezeichnet. Die Marschsedimente werden durch Flüsse herangeführt oder an anderen Küstenbereichen abgetragen und durch die Kraft der Gezeiten transportiert. Im Stillwasserbereich oder im Flachwasser werden die feinsten Partikel sedimentiert. Aufgrund seines hohen Kalkanteils ist der Marschboden sehr fruchtbar. Daher wird die Marsch auch durch Dämme und Deiche geschützt. Die frühesten Eindeichungen zur Landgewinnung an der Nordseeküste datieren aus dem 11. Jahrhundert. Salz ertragende Pflanzen, wie z. B. der Queller, werden als Schlickfänger angepflanzt. Zur Landgewinnung wird die Marsch eingedeicht und künstlich entwässert. Kanäle entwässern die Marsch zum freien Watt hin. An den Kanalenden sollen Schleusen, Siele genannt, das Eindringen des Meerwassers verhindern. Das eingedeichte und künstlich entwässerte Marschland wird im westlichen Schleswig-Holstein Koog, in Ostfriesland und den Niederlanden Polder genannt. Das Marschland, welches außerhalb der Deiche liegt und bei normalem Hochwasser nicht überflutet wird, nennt man Groden oder Heller.
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