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Mexikanische Revolution

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Emiliano ZapataEmiliano Zapata

Mexikanische Revolution, politischer Umbruchprozess in Mexiko (1910-1929). Anhaltende soziale Ungerechtigkeit unter der Diktatur von Porfirio Díaz (Regierungszeit 1876-1910) lösten 1910 in Mexiko einen von Francisco Madero geführten Aufstand aus. Von Texas aus hatte Madero den „Plan von San Luis de Potosí” verkündet und damit die Erhebung in Gang gesetzt, der sich vor allem Arbeiter und Bauern unter Pancho Villa und Emiliano Zapata anschlossen. Letzterer forderte in erster Linie eine Agrarreform, da in Mexiko ein Prozent der Bevölkerung über 96 Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens verfügte.

1911 trat Díaz unter dem Druck der Ereignisse zurück und überließ Madero das Präsidentenamt, das dieser bis zu seiner Ermordung 1913 innehatte. Ein Putsch brachte den konservativen General Victoriano Huerta an die Macht, dem sich jedoch eine Koalition aller revolutionären Kräfte entgegenstellte. Letztere zerbrach allerdings bereits kurz nach dem Sturz Huertas, weil Zapatas radikale Vorstellungen von einer umwälzenden Bodenreform und Pancho Villas Wunsch nach einer Sozialgesetzgebung für die Arbeiterklasse sich nicht dauerhaft mit dem politischen Herrschaftsanspruch des ehemaligen Gouverneurs Venustiano Carranza und den Visionen von Militärführer Álvaro Obregón vereinbaren ließen. Im Zuge der nun folgenden Auseinandersetzungen gelang es dem von General Obregón unterstützten Carranza 1915, die Hauptstadt einzunehmen. In die anschließende Ruhephase fällt die Verabschiedung einer neuen Verfassung, die zwar im Wesentlichen von dem siegreichen Bündnis der Konstitutionalisten unter Carranza und Obregón bestimmt wurde, jedoch auch wichtige Forderungen der anderen Parteien verarbeitete. Eine wirkliche Umsetzung der vorgesehenen Landreform und der Arbeiterschutzgesetze erfolgte allerdings zunächst nicht.

1919 trat die Revolution mit der Ermordung Zapatas durch das Carranza-Regime in eine neue Phase. Nun griff auch General Obregón offen nach der Regierungsgewalt. Mit Unterstützung der zapatistischen Armee stürzten seine Truppen Carranza, der auf der Flucht umgebracht wurde. Unter der Präsidentschaft Obregóns (1920-1924) und seiner Nachfolger begann sich das Land zu stabilisieren, wenngleich es noch mehrfach zu Putschversuchen kam. Erst in den dreißiger Jahren nahm Präsident Lázaro Cárdenas (Regierungszeit 1934-1940) die Einlösung der in der Verfassung versprochenen Neuerungen in Angriff.

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