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Windows Live® Suchergebnisse Charité – Universitätsmedizin BerlinEnzyklopädieartikel
Charité – Universitätsmedizin Berlin, größtes Universitätsklinikum Europas, gemeinsame Einrichtung der Humboldt-Universität und der Freien Universität (siehe Universitäten in Berlin). In der auf vier Berliner Campi (Standorte) verteilten Charité (französisch: Nächstenliebe, Barmherzigkeit) gibt es Einrichtungen aller medizinischen Fachbereiche. Forschungsschwerpunkte und klinische Schwerpunkte liegen u. a. in den Bereichen Herzkrankheiten, neurologische Erkrankungen, Krebserkrankungen, Transplantationsmedizin und Immunologie. Der Charité gehörten 2005 rund 15 000 Mitarbeiter an, pro Jahr werden etwa 900 000 Patienten ambulant und 125 000 stationär behandelt. An der Medizinischen Fakultät Charité, der größten medizinischen Fakultät Europas, studieren mehr als 8 000 Studenten. Das Studienangebot umfasst die Fächer Medizin, Zahnmedizin sowie Medizin- und Pflegepädagogik/Pflegewissenschaft. Die Ursprünge der Charité reichen bis 1710 zurück: In diesem Jahr ließ Friedrich I. angesichts der Bedrohung durch eine seinerzeit als Pest bezeichnete Seuche vor den Toren Berlins am Spandauer Tor ein so genanntes Pesthaus errichten. Da die Epidemie Berlin jedoch nicht erreichte, wurde das Gebäude zunächst zur Unterbringung Bedürftiger genutzt. Nach der Umwandlung in ein Militärlazarett und Bürgerhospital verfügte Friedrich Wilhelm I. 1727: „Es soll das Haus die Charité heißen.” 1797 wurde das alte Gebäude abgerissen, und drei Jahre später wurde der Ersatzbau, die so genannte Alte Charité, nach 15-jähriger Bauzeit fertig gestellt. 1809/10 folgte die Gründung der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität (seit 1949 Humboldt-Universität) mit vorerst eigenen Universitätskliniken. Als erster Dekan wurde Christoph Wilhelm Hufeland berufen, der zugleich Chefarzt an der Charité war. Die Charité wurde in den Folgejahren mehr und mehr in den Universitätsbetrieb einbezogen und schließlich 1829 von der medizinischen Fakultät übernommen. In den Jahren 1831 bis 1834 entstand die so genannte Neue Charité als Erweiterungsbau. Nach mehreren umfangreichen Umbauten und Erweiterungen wurde 1982 das Bettenhochhaus fertig gestellt. Viele bekannte Ärzte wirkten an der Charité, unter ihnen Rudolf Virchow, Robert Koch, Hermann Ludwig Helmholtz, Paul Ehrlich, Emil Behring und Ferdinand Sauerbruch. 1994 wurde der Zusammenschluss des Universitätsklinikums Charité mit dem Rudolf-Virchow-Klinikum unter dem Namen Medizinische Fakultät Charité beschlossen.
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