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Schuttpflanzen

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Großblütige GemswurzGroßblütige Gemswurz

Schuttpflanzen, Gebirgspflanzen, die sich mit ihrer Wuchsform an den Schutthängen der Gebirge behaupten.

Schutthalden finden sich am Fuß von Felswänden und umgeben Berggipfel als Schuttmantel. Aufgrund der Beweglichkeit dieser Halden, sei es durch herabrollendes Gestein oder das flächige Abrutschen ganzer Bereiche nach Regenfällen, finden Samen nur wenige beruhigte Keimplätze. Außerdem werden sowohl Wurzeln als auch die oberirdische Pflanzenmasse mechanisch extrem beansprucht. Es gibt eine Reihe von Strategien, mit denen die Schuttpflanzen sich in diesem Lebensraum dennoch behaupten. Danach werden sie als Schuttwanderer, Schuttüberkriecher, Schuttstrecker, Schuttdecker und Schuttstauer eingeteilt.

Ein Beispiel für Schuttwanderer und Schuttstauer ist der Berg-Baldrian (Valeriana montana). Er verankert sich einerseits mit einer Pfahlwurzel, bildet aber sofort neue Rhizome und Wurzeln, wenn er von nachrutschendem Schutt umgelegt oder verschüttet wird. Er wandert also mit und treibt aus vielen Knospen umso kräftiger wieder durch die Schuttdecke aus. Mit diesen neuen Trieben und gefestigt durch ein weitverzweigtes Feinwurzelwerk stellt er für den leicht rutschenden Schutt ein Hindernis dar und bildet so beruhigte Inseln, auf denen sich auch andere Schuttbewohner ansiedeln können. Schuttstrecker wie die Großblütige Gemswurz (Doronicum grandiflorum) strecken sich mit ihren Trieben durch die Schuttdecke nach oben; Schuttüberkriecher wie die Alpen-Pestwurz (Petasites paradoxus) bilden auf dem Schutt liegende Triebe; und Schuttdecker wie die Silberwurz (Dryas octopetala) bilden dort bewurzelte Decken.

Siehe auch Ruderalpflanzen; Unkrautgesellschaften

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