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Akarizide

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HausstaubmilbeHausstaubmilbe

Akarizide (griechisch akari: Milbe), Pestizide, die gegen Milben wirksam sind.

Die oftmals mikroskopisch kleinen Milben erkennt man sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen häufig nur an den Schäden, die sie verursachen. Der bedeutendste Pflanzenschädling unter den Milben dürfte die Spinnmilbe sein, deren Bekämpfung im Obst-, Wein- und Gemüsebau große Probleme bereitet; daneben tritt an Kulturpflanzen eine Vielzahl anderer Milben auf, wie z. B. Kräuselmilben und Gallmilben. Von denjenigen Milben, die Tiere parasitieren, ist u. a. die Varroa-Milbe, die Honigbienen tötet, von Bedeutung. Da die meisten Akarizide auch insektizide Wirkung haben, ist diese widerstandsfähige Milbe nur schwer zu bekämpfen. Für Menschen problematisch sind u. a. die Allergien auslösende Hausstaubmilbe sowie die Krätzemilbe; Haarbalgmilben verursachen bei Hunden Haarausfall und Hautschäden.

Akarizide haben eine Vielzahl von Wirkstoffen, deren Giftwirkung meist nicht auf Milben beschränkt bleibt. So ist der Phosphorsäureester Parathion auch für Menschen, Säugetiere, Vögel und Insekten giftig. Permethrin, ein Pyrethroid, wirkt zwar gegen Milben, ist aber auch giftig für Insekten. Dichlofluanid aus der Gruppe der Phenylsulfamide wirkt außer gegen Milben auch gegen holzzerstörende Pilze. Um Auswirkungen auf Ökosysteme möglichst gering zu halten, werden spezifisch wirkende Akarizide entwickelt. So sind mit Wirkstoffen wie Hexythiazox und Spirodiclofen bereits Akarizide verfügbar, die alle Stadien im Entwicklungszyklus der Milben bekämpfen, wohingegen Insekten und höhere Tiere unbeeinträchtigt bleiben. Gelegentlich werden auch Schwefel oder Öle als Akarizide eingesetzt. Ihre Wirksamkeit ist allerdings so begrenzt, dass sie in der Landwirtschaft und Tiermedizin nicht mehr verwendet werden.

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