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IUPAC

Enzyklopädieartikel

IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry: Internationale Union für Reine und Angewandte Chemie), nichtstaatliche Vereinigung mit Verwaltungssitz in Oxford. Die IUPAC wurde 1919 gegründet und ist die Nachfolgeorganisation der International Association of Chemical Societies (Internationale Vereinigung der Chemischen Gesellschaften).

Die IUPAC ist der Dachverband von Chemikervereinigungen in derzeit 44 Ländern. Außerdem gehören ihr zahlreiche Großfirmen an. Die deutsche Beteiligung wird vom Deutschen Zentralausschuss für Chemie koordiniert, dessen Geschäftsführung bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) liegt.

Die IUPAC gehört ihrerseits dem ICSU (International Council of Scientific Unions: Internationaler Rat Wissenschaftlicher Vereinigungen) mit Sitz in Paris an.

Zu den Zielen der IUPAC gehört die Förderung der Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Organisationen, auch mit den Schwestergesellschaften IUPAP (International Union of Pure and Applied Physics: Internationale Union für Reine und Angewandte Physik) und IUB (International Union of Biochemistry: Internationale Union für Biochemie). Besonders wichtig sind – neben der allgemeinen Forschungsförderung – die Aktivitäten der IUPAC zur internationalen Vereinheitlichung von Terminologien und Benennungen (siehe chemische Nomenklatur) sowie zur Einführung und Fortschreibung von Normen (siehe Internationale Organisation für Normung) und Einheiten (siehe Internationales Einheitensystem).

Für die wissenschaftliche Betreuung der sieben Hauptbereiche – physikalische, anorganische, organische, analytische, makromolekulare, angewandte und klinische Chemie – sind in der IUPAC jeweils eigene Kommissionen zuständig.

Die wichtigsten Publikationsorgane der IUPAC sind die Zeitschriften Pure and Applied Chemistry und Chemistry International, Letztere ist vor allem für Aspekte der Zusammenarbeit innerhalb der Organisation bestimmt.

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