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  • Max Bodenstein – Wikipedia

    Max Bodenstein (* 15. Juli 1871 in Magdeburg; † 3. September 1942 in Berlin) war ein deutscher Physikochemiker.

  • Heliogravüre einer Fotografie, Porträt, Max Bodenstein

    Bilddokument: Halbfigur nach links, an einem Tisch sitzend; Kopf dem Betrachter zugewandt ... Halbfigur nach links, an einem Tisch sitzend; Kopf dem Betrachter zugewandt

  • Max Bodenstein

    Max Bodenstein was born 1871-07-15 in Magdeburg. Studies chemistry in Heidelberg. 1893-10-25 he obtained his PhD; thesis: Über die Zersetzung des Jodwasserstoffgases in der Hitze ...

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Max Bodenstein

Enzyklopädieartikel

Max Bodenstein (1871-1942), deutscher Physikochemiker.

Bodenstein wurde als Sohn eines Brauereibesitzers am 15. Juli 1871 in Magdeburg geboren. Der junge Bodenstein studierte von 1889 bis 1893 in Heidelberg und Wiesbaden, wo er auch promovierte. Zunächst arbeitete er einige Jahre in Charlottenburg und Göttingen, um sich dann 1899 in Heidelberg zu habilitieren. Ein Jahr später nahm er eine Stelle als Privatdozent und Assistent am physikalisch-chemischen Institut in Leipzig an. Ab 1906 lehrte er als außerordentlicher Professor an der Universität in Berlin und wechselte bereits zwei Jahre später an die Technische Hochschule Hannover, wo er bis 1923 blieb. Zurück in Berlin übernahm er eine ordentliche Professur, die er bis zu seiner Emeritierung 1936 behielt.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich Bodenstein mit der Kinetik von Reaktionen in der Gasphase, und erlangte Berühmtheit als Begründer der modernen Reaktionskinetik. Bodenstein betrieb verschiedene Forschungen, so konnte er das von Albert Einstein aufgestellte Äquivalenzgesetz (1912) mittels einer Kettenreaktion 1913 widerlegen. Seine Forschungen waren von großer Bedeutung für die chemische Verfahrenstechnik. So klärte er beispielsweise die Vorgänge bei der Verbrennung von Ammoniak am Platinkontakt auf. Bei der Entwicklung dieses Prozesses kam es in der Anfangszeit immer wieder zu Explosionsunfällen. Bodenstein half mit seinen systematischen Untersuchungen gerade diese zu vermeiden. Die katalytische Ammoniakverbrennung diente damals wie heute zur großtechnischen Gewinnung von Salpetersäure. Bodenstein bestimmte außerdem als Erster die Dissoziationswärme des Iodmoleküls. Der Physikochemiker starb am 3. September 1942 in Berlin.

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