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Windows Live® Suchergebnisse Otto NuschkeEnzyklopädieartikel
Otto Nuschke (1883-1957), deutscher Journalist und Politiker, stellvertretender Ministerpräsident der DDR (1949-1957). Otto Nuschke wurde am 23. Februar 1883 in Frohburg geboren. Nach einer Buchdruckerlehre und einem Graphikstudium war er bis 1933 vorwiegend journalistisch tätig: Er war u. a. Redakteur und Chefredakteur der Hessischen Landeszeitung (1902-1910), Parlamentsredakteur des Berliner Tageblattes (1910-1915) und Chefredakteur der linksdemokratischen Berliner Volkszeitung (1915-1933). 1919 zog Nuschke für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in die Weimarer Nationalversammlung ein, und von 1921 bis 1933 vertrat er seine Partei, deren linkem Flügel er zugerechnet wurde, im Preußischen Landtag. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 erhielt er Berufsverbot und war in der Folgezeit als Landwirt tätig. 1945 war er maßgeblich an der Gründung der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) beteiligt; 1947 war er einer der drei Vorsitzenden des 1. Deutschen Volkskongresses und 1948/49 neben Wilhelm Pieck Präsident des Deutschen Volksrates. 1948 übernahm er als Nachfolger von Jakob Kaiser den Vorsitz der CDU in der SBZ bzw. DDR, die sich unter seiner Führung zunehmend zur SED-bestimmten Blockpartei entwickelte. Von 1949 bis zu seinem Tod 1957 war Nuschke stellvertretender Ministerpräsident der DDR sowie Leiter des Amtes für Kirchenfragen. Er starb am 27. Dezember 1957 in Nieder-Neuendorf (heute Hennigsdorf bei Berlin).
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