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Windows Live® Suchergebnisse Dagmar SchipanskiEnzyklopädieartikel
Dagmar Schipanski (*1943), deutsche Physikerin und Politikerin (CDU), Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten (1999), Wissenschaftsministerin von Thüringen (1999-2004). Dagmar Schipanski wurde am 3. September 1943 in Sättelstädt (Thüringen) geboren. Nach dem Studium der Angewandten Physik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg war sie bis 1985 als Assistentin an der Technischen Hochschule in Ilmenau tätig. 1976 promovierte sie mit einer Untersuchung über Festkörperelektronik, 1985 habilitierte sie sich und war in der Folgezeit Dozentin für Festkörperelektronik in Ilmenau. Obwohl Dagmar Schipanski bereits in der DDR als herausragende Wissenschaftlerin galt, gelang ihr erst nach dem Zusammenbruch der DDR der Sprung auf der Karriereleiter: 1990 stieg sie zur Professorin für Festkörperelektronik in Ilmenau auf und war von 1990 bis 1993 Dekanin ihrer Fakultät; außerdem wurde sie in den folgenden Jahren in zahlreiche nationale und internationale Gremien berufen, z. B. in den Deutschen Wissenschaftsrat, dem sie von 1992 bis 1998 angehörte, seit 1996 als dessen Vorsitzende, oder die UNESCO-Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie, in der sie seit 1998 vertreten ist. Im Januar 1999 wurde die (noch) parteilose Dagmar Schipanski von der CDU/CSU überraschend als Kandidatin für die Wahl zum Bundespräsidenten im Mai 1999 nominiert, unterlag jedoch ihrem Gegenkandidaten Johannes Rau von der SPD. Nach den Landtagswahlen in Thüringen im September 1999, bei denen die CDU erstmals die absolute Mehrheit erreichte, holte sie Ministerpräsident Bernhard Vogel als Wissenschaftsministerin in sein neues Kabinett. Im Februar 2000 trat Dagmar Schipanski der CDU bei, und im April 2000 wurde sie in das Präsidium der CDU gewählt. Im Zuge der Regierungsumbildung nach den Thüringer Landtagswahlen wechselte Schipanski im Juli 2004 in das Amt der Landtagspräsidentin.
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