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Windows Live® Suchergebnisse Humbert von Silva CandidaEnzyklopädieartikel
Humbert von Silva Candida (gestorben 1061), Kardinalbischof von Silva Candida (1051-1061) und Kirchenreformer. Humbert wurde im ausgehenden 10. Jahrhundert wahrscheinlich in Lothringen geboren. Er war zunächst Mönch im Kloster Moyenmoutier, das um 1026/28 unter der Leitung des Reformabtes Wilhelm von Volpiano stand. Sein Diözesanbischof Bruno von Toul holte ihn 1050, nachdem er als Leo IX. zum Papst erhoben worden war, nach Rom und machte ihn zum (titulären) Erzbischof von Sizilien und zum Kardinalbischof von Silva Candida (d. h. Porto und Santa Rufina bei Rom). In den folgenden zehn Jahren bis zu seinem Tod gehörte Humbert zu den wichtigsten Beratern von vier Päpsten und übernahm eine Reihe wichtiger Legationsreisen. Folgenschwer war seine Mission nach Konstantinopel, die der politischen und kirchlichen Einigung dienen sollte, aber zum definitiven Bruch mit der Ostkirche führte, da er und die beiden anderen Legaten am 16. Juli 1054 den Bann über den Patriarchen Michael Kerullarios aussprachen (siehe Morgenländisches Schisma). Seit 1057 stand Humbert als Kanzler und Bibliothekar der römischen Kirche an der Spitze des päpstlichen Schriftwesens. Aus seinem reichen literarischen Schaffen ragen die drei Bücher gegen die Simonisten (Libri tres adversus simoniacos) heraus, in denen er sich heftig gegen jede Form von Simonie wandte und den von Simonisten gespendeten Sakramenten die Wirksamkeit absprach. Im dritten dieser Bücher wandte er sich grundsätzlich gegen die Dominanz der Laien in der Kirche und sprach als Erster der Reformer den Königen das Recht der Investitur mit Ring und Stab ab. Humbert starb am 5. Mai 1061 in Rom.
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