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    Das Kojiki (jap. 古事記, dt. „Aufzeichnung alter Geschehnisse“) beschreibt die Mythologie und Frühgeschichte Japans vom mythischen Zeitalter der Götter bis zur Zeit der ...

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Kojiki

Enzyklopädieartikel

Kojiki, das älteste erhaltene japanische Geschichtsbuch, entstanden 712 n. Chr.

Der Bericht über alte Begebenheiten, wie die Übersetzung von Kojiki lautet, ist eine Sammlung von Mythen, Genealogien und historischen Erinnerungen aus der Frühgeschichte Japans. Er wurde von der Kaiserin Gemmei in Auftrag gegeben und 712 von O no Yasumaro fertig gestellt. Am Anfang des Werkes stehen alte religiöse Erzählungen und Ursprungslegenden, denen eine chronologische Auflistung der politischen Ereignisse bis zum Jahr 628 n. Chr. folgt. Diese Annalen beginnen mit der angeblichen Gründung des japanischen Kaiserreiches im Jahr 660 v. Chr., einem Datum, das offensichtlich fiktiv und historisch nicht haltbar ist. Es wurde wahrscheinlich erst unter dem Regenten Shotoku (574-622 n. Chr.) festgelegt und sollte die göttliche Abstammung und das hohe Alter des Kaiserhauses demonstrieren, galt aber noch bis 1940 offiziell als Beginn der japanischen Geschichte. Inzwischen ist wissenschaftlich unumstritten, dass die politische Einigung Japans erst an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert n. Chr. stattgefunden hat.

Auch für andere frühe Perioden der japanischen Geschichte sind die Angaben des Kojiki nicht immer glaubwürdig. Erst für die Zeit ab etwa 500 n. Chr. gewinnen die Annalen an Zuverlässigkeit, da sie auf schriftliche Aufzeichnungen jener Zeit zurückgreifen konnten. Zudem lassen sich die Berichte aus dem 6. und 7. Jahrhundert anhand zeitgenössischer chinesischer und koreanischer Geschichtsquellen überprüfen. Ungeachtet der genannten Unsicherheiten ist das Kojiki zusammen mit dem etwas jüngeren Nihongi eine wichtige Quelle für die Frühgeschichte Japans.

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