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Krishna III.

Enzyklopädieartikel

Krishna III. (gestorben 968), indischer König (939-968) aus der Rashtrakuta-Dynastie.

Krishna III. war der vorletzte König der Rashtrakuta-Dynastie, die von circa 760 bis 973 Zentralindien beherrschte. Ihm gelang es, das Reich, das in etwa das Gebiet des heutigen Bundesstaats Maharashtra einnahm, nach Süden zu erweitern. Die Cola-Dynastie, die erst kurz zuvor die Pallava-Dynastie abgelöst hatte, wurde von Krishna III. vor 950 in mehreren Schlachten besiegt und ihr Land an Mitglieder der Königsfamilie aufgeteilt. Die Könige und regionalen Machthaber in ganz Südindien und Sri Lanka wurden zu tributpflichtigen Fürsten der Rashtrakuta-Dynastie. Krishna III. förderte intensiv den Aufschwung von Hinduismus und Sanskrit-Wissenschaften und blieb bis zu seinem Lebensende der unangefochtene Herrscher Zentral- und Südindiens. Doch war es offenbar nicht möglich, die Tributärfürsten in den Randgebieten des Reichs auf Dauer unter Kontrolle zu halten und ein neues Großreich zu schaffen, das auch die Gebiete, die unter dem Einfluss der Rashtrakuta-Dynastie standen, umfasste. Vielmehr führten die fortwährenden Kriegszüge zu einer wirtschaftlichen Verarmung des dynastischen Stammlandes und damit zur politischen Schwächung der Zentralmacht. Dies machte sich bereits wenige Jahre nach dem Tod Krishnas III. bemerkbar. Der König hatte während seines Kampfes gegen die südliche Cola-Dynastie den Tributärfürsten Taila aus der Calukya-Dynastie zum Gouverneur einer wichtigen Provinz seines Reichs gemacht und ihm die militärische Kontrolle der nördlichen Grenzgebiete übertragen. 973 wurde der Neffe Krishnas III., der ihm 968 auf dem Thron gefolgt war, von eben diesem Tributärfürsten gestürzt und somit die Dynastie der Rashtrakutas beendet.

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