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Windows Live® Suchergebnisse KammuEnzyklopädieartikel
Kammu (737-806), Kaiser von Japan (781-806). Der 737 geborene Sohn von Kaiser Konin verlegte kurz nach seiner Thronbesteigung den Regierungssitz von Nara nach Nagaokakyo und gründete dann Heiankyo, das heutige Kyoto, als neue Hauptstadt, die er nach dem Vorbild der damaligen chinesischen Hauptstadt Xian errichten ließ. Wesentlicher Grund für die Verlegung der Hauptstadt war der Wunsch des Kaisers, den Hof dem Einfluss der mächtigen buddhistischen Klöster von Nara zu entziehen, deren Klerus 770 sogar versucht hatte, den Thron zu okkupieren. In Heiankyo förderte der Kaiser stattdessen zwei neue esoterische Sekten (Shingon und Tendai) des Buddhismus. Kammu war eine sehr starke Persönlichkeit, die im Gegensatz zu den meisten anderen Kaisern die Regierungsgeschäfte selbständig führte. In Heiankyo richtete er eine neue zentrale Verwaltung für das Reich nach Vorbild der chinesischen Tang-Dynastie ein und reformierte das Steuer- und Militärwesen. Unter seiner Regierung erlebte das japanische Kaisertum einen Höhepunkt an Macht und Ansehen.
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