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Windows Live® Suchergebnisse KumaraguptaEnzyklopädieartikel
Kumaragupta (gestorben 455), indischer König aus der Gupta-Dynastie (415-455). Kumaragupta übernahm um 415 von seinem Vater Candragupta II. die Herrschaft über das Gupta-Reich, das ganz Nordindien und Teile Afghanistans umfasste. Anders als seine Vorgänger hat er offensichtlich keine Eroberungsfeldzüge durchgeführt, konnte aber Größe und Bedeutung des Reiches bewahren. Erst gegen Ende seiner Herrschaft bedrohte ein Aufstand des Pushyamitra-Stammes die südlichen Grenzgebiete. Dieser wurde mit großer Mühe von einem Sohn Kumaraguptas, dem Feldherrn Skandagupta, niedergeschlagen. Die Innenpolitik Kumaraguptas war insbesondere von religiöser Toleranz und Förderung der Wissenschaften geprägt. Sowohl für die hinduistischen Götter als auch für Buddhismus und Jainismus sind zahlreiche große Stiftungen aus dieser Zeit überliefert. So gründete der Herrscher, der selbst den Hindu-Gott Vishnu verehrte, z. B. auch die buddhistische Universität Nalanda. Nach dem Tod Kumaraguptas im Jahr 455 folgte ihm nicht der Kronprinz Purugupta auf dem Thron, sondern Skandagupta, der zwar nur Sohn einer Nebenfrau war, aber aufgrund seines Sieges über die Pushyamitra die Königswürde für sich forderte und auch gewaltsam durchsetzte.
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