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  • Dschurdschen - MSN Encarta

    Dschurdschen, zentralasiatisches Jäger- und Bauernvolk, das von 1126 bis 1234 als Jin-Dynastie Nordchina beherrschte.

  • Jin-Dynastie (1125–1234) – Wikipedia

    Die Dschurdschen beherrschten mit Hilfe von Söldnern aus der mongolischen Steppe eine Mehrheit der Han-Chinesen in Nordchina. Das Jin-Reich zählte damals insgesamt 53 Millionen ...

  • Jurchen – Wikipedia

    Die Jurchen (auch Dschurdschen oder Dschürdschen; chin.   女眞  /  女真, Nǚzhēn (eingebürgerte Lesung); ursprüngliche Lesung: Rǔzhēn [1]) waren die Vorfahren der ...

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Dschurdschen

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Südliche Song-DynastieSüdliche Song-Dynastie

Dschurdschen, zentralasiatisches Jäger- und Bauernvolk, das von 1126 bis 1234 als Jin-Dynastie Nordchina beherrschte.

Die Dschurdschen waren Ackerbauern, Viehzüchter und Jäger tungusischen Ursprungs, die am Sungari in der Mandschurei lebten und im 10. Jahrhundert von den benachbarten Kitan unterworfen und in deren Liao-Reich eingegliedert wurden. 1115 begannen sie einen Befreiungskrieg gegen die Kitan unter der Führung eines gewissen Aguda, der sich zum Gründer der Jin-Dynastie erklärte. Er verbündete sich 1125 mit der chinesischen Song-Dynastie und konnte so das Liao-Reich der Kitan vernichtend schlagen. Die Dschurdschen übernahmen zunächst wie verabredet die Hälfte des eroberten Territoriums in der Region von Peking, zogen aber schon ein Jahr später gegen ihre bisherigen Bündnisgenossen in den Krieg und nahmen den chinesischen Kaiser Huizong und den Thronfolger gefangen. Sie besetzten die nördliche Hälfte des chinesischen Reichs, den Süden jenseits des Flusses Huai konnten sie jedoch nicht einnehmen. Dort wurde ein jüngerer Sohn Huizongs zum neuen Kaiser der Song-Dynastie ernannt, der alsbald Friedensverhandlungen mit der Jin-Dynastie der Dschurdschen führte. Im Friedensvertrag von 1142 musste er sich zu umfangreichen Tributzahlungen an den nördlichen Nachbar verpflichten. Beide Dynastien versuchten in der Folgezeit immer wieder, den Gegner zu unterwerfen, doch hatten alle militärischen Operationen keine Auswirkungen auf den Grenzverlauf. Veränderungen ergaben sich erst im 13. Jahrhundert, als die Mongolen unter Dschingis Khan zwischen 1211 und 1234 das Reich der Dschurdschen eroberten. Nachdem die Ming-Dynastie (1368-1644) das Gebiet zurückgewonnen hatte, vereinigten sich die Dschurdschen mit anderen tungusischen Stämmen zu den Mandschu, die im 17. Jahrhundert China eroberten und die Qing-Dynastie (1644-1911) gründeten.

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