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Windows Live® Suchergebnisse Zweiter Chinesisch-Japanischer KriegEnzyklopädieartikel
Zweiter Chinesisch-Japanischer Krieg, Krieg zwischen Japan und China in den Jahren 1937 bis 1945. Vordergründiger Auslöser des Krieges war der so genannte „Zwischenfall an der Brücke von Lugouqiao” (im Westen Marco-Polo-Brücke genannt) bei Peking (damals Beiping bzw. Peiping) am 7. Juli 1937. Den kurz darauf lokal ausgehandelten Waffenstillstand wollte aber weder die Regierung in Tokyo noch die in Nanking akzeptieren. Nach einem Ultimatum eröffneten die Japaner am 25. Juli 1937 den Angriff auf Peking. In den folgenden 15 Monaten eroberten die technisch überlegenen japanischen Streitkräfte Nordchina und suchten durch die Besetzung aller größeren Hafenstädte China von westlicher Hilfe abzuschneiden. Am 13. Dezember 1937 drangen japanische Truppen in die chinesische Hauptstadt Nanking ein. Bei den anschließenden Plünderungen und Vergewaltigungen kamen in drei Wochen etwa 20 000 bis 40 000 Menschen ums Leben (die Angaben schwanken beträchtlich). Die chinesische Regierung verlegte ihren Sitz nach Hankou (siehe Wuhan) und nach dem Fall der Stadt im Herbst 1938 nach Chongqing im äußersten Westen. Danach kontrollierte Japan alle großen Städte Nord- und Ostchinas sowie an der Küste. Da die japanische Armee nicht in der Lage war, dieses Gebiet von fast zwei Millionen Quadratkilometern mit über 200 Millionen Einwohnern tatsächlich zu beherrschen, suchte sie die Zusammenarbeit mit kooperationswilligen Chinesen. In Peking wurde im Dezember 1937 die „Provisorische Regierung von China” unter Wang Kemin errichtet, die Nordchina beherrschen sollte, und wenig später wurde in Nanking die „Reformregierung der Republik China” ausgerufen, die für Mittel- und Südchina zuständig war. Am 30. März 1940 wurden diese beiden Regierungen in Nanking zu einer projapanischen unter Wang Jingwei zusammengelegt. Auch diese Regierung, die am 30. Oktober 1943 einen formellen Bündnisvertrag mit Tokyo abschloss, stand unter der Aufsicht japanischer „Berater”. Der Krieg war unterdessen Teil des 2. Weltkrieges geworden; die Nanking-Regierung erklärte den USA und Großbritannien den Krieg, die Chongqing-Regierung kooperierte mit den USA und Großbritannien. Dem Bewegungskrieg des ersten Jahres folgte eine fast fünf Jahre dauernde Phase des Stellungskrieges und des Guerillakrieges, der vor allem ein innerchinesischer Konflikt zwischen kommunistischen Partisanen und der Armee der projapanischen Regierung von Nanking war. Die geschwächte nationalchinesische Regierung unter Chiang Kai-shek in Chongqing, die auf die spärliche Hilfe der Alliierten über Burma angewiesen war, konnte nur wenig gegen die Japaner oder gegen Nanking ausrichten. Im Mai 1944 begann die japanische Armee eine weitere, bis zum Herbst dauernde Offensive in Südchina, die sich in erster Linie gegen amerikanische Luftwaffenstützpunkte in Guangxi richtete. Danach blieben die Fronten bis zur Kapitulation Japans im 2. Weltkrieg am 15. August 1945 weitgehend unverändert. Bis dahin aber hatten insgesamt fast zwei Millionen Soldaten das Leben verloren, davon etwa 600 000 Japaner, sowie zwischen fünf bis sechs Millionen Zivilpersonen.
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