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Diego Colón

Enzyklopädieartikel

Diego Colón (1482-1526), Sohn von Christoph Kolumbus, Vizekönig und Gouverneur der Westindischen Inseln.

Diego Colón wurde 1482 auf der zu Madeira gehörenden Insel Porto Santo geboren. Bis 1507 diente er in unterschiedlichen Positionen am königlichen Hof, u. a. in der Leibgarde von König Ferdinand II.

Der mittlerweile mit einer Angehörigen des kastilischen Hochadels verheiratete Diego Colón wurde von der spanischen Krone als Erbe seines 1506 verstorbenen Vaters anerkannt, so dass er in der Folge die Titel Admiral, Gouverneur und Vizekönig führen konnte. Umstritten blieben aber seine tatsächlichen Befugnisse. So wurde ihm das Amt des Gouverneurs für die Westindischen Inseln nur bis auf Widerruf der Krone übertragen, der Titel Vizekönig blieb ein Ehrentitel. In einer Reihe von Prozessen kämpfte Diego um seine Privilegien. 1509 segelte er nach Santo Domingo, um seine Regentschaft auf Hispaniola anzutreten. Diese Zeit war von wirtschaftlichen Misserfolgen und der meist erfolglosen Suche nach Gold geprägt. Bestimmend blieb auch hier Colóns Einsatz für die Erhaltung seiner Macht.

Nach anhaltenden Differenzen mit der Krone wurde er zweimal nach Spanien zurückzitiert, wo er am 23. Februar 1526 starb. Seine Gebeine wurden einige Jahre später zusammen mit denen seines Vaters in der Kathedrale von Santo Domingo begraben.

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