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Windows Live® Suchergebnisse Pan-Africanist CongressEnzyklopädieartikel
Pan-Africanist Congress (PAC), 1959 gegründete Antiapartheidorganisation und politische Partei in Südafrika. Im April 1959 spaltete sich der radikale Flügel als Pan-Africanist Congress vom African National Congress (ANC) ab und konstituierte sich als konkurrierende Organisation im Kampf gegen die Herrschaft der Weißen. Programm und Politik des PAC wurden maßgeblich geprägt von dem Gründungspräsidenten Robert Sobukwe, der einen „authentischen afrikanischen Nationalismus” propagierte („Afrika den Afrikanern”). Demonstrationen, Streiks und Boykotte gehörten zu den häufig angewandten Aktionsformen der Organisation, die auch der Gewaltanwendung zur Erreichung ihrer politischen Ziele nicht fernstand. Während einer vom PAC veranstalteten Protestdemonstration in Sharpeville in Transvaal am 21. März 1960 feuerte die Polizei in die Menge und tötete 69 Menschen. Wenige Tage später wurde der PAC – wie auch der ANC – verboten, Sobukwe inhaftiert. Im Exil unter dem geschäftsführenden Präsidenten Potlako Leballo geriet die zuvor antikommunistische Organisation unter maoistischen Einfluss. Bei der ersten freien Wahl in Südafrika 1994 gewann die 1990 wieder legalisierte Organisation fünf Sitze in der Nationalversammlung; in der Folgezeit jedoch verschwand der PAC in der Bedeutungslosigkeit.
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