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Windows Live® Suchergebnisse Walther RuttmannEnzyklopädieartikel
Walther Ruttmann (1887-1941), deutscher Filmregisseur. Seine filmischen Experimente machten ihn zu einem der führenden Vertreter der deutschen Avantgarde in den zwanziger Jahren. Ruttmann wurde am 28. Dezember 1887 in Frankfurt/Main geboren. Er entschied sich zunächst, in Zürich und München Architektur, später Malerei, zu studieren. Während seiner Tätigkeit als Plakatmaler begann er, sich für den Film zu interessieren. Dort fiel er bald durch seine experimentelle Annäherung an das Medium auf, so z. B. in seinem ersten Film Die tönende Welle (1921), ein frühes Tonfilmexperiment, in dem er auf ungewöhnliche Weise mit Toneffekten umging. In den darauf folgenden Arbeiten Opus I, II, III und IV (1921-1926) sowie in Fritz Langs Die Nibelungen (1922/24) und Lotte Reinigers Die Abenteuer der Prinzen Achmed (1926) experimentierte er mit visuellen Effekten. Ruttmanns bekannteste Arbeit ist der Dokumentarfilm Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (1927), der Auftakt zu einer Reihe von Städtedokumentationen, darunter Melodie der Welt (1929). Für Leni Riefenstahl war er beratend an der Montage zu ihrem umstrittenen Film Olympia (1938) beteiligt, später drehte er Propagandafilme für das nationalsozialistische Regime, z. B. Deutsche Panzer (1940). Walther Ruttmann starb am 15. Juli 1941 in Berlin.
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