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Windows Live® Suchergebnisse Opera seriaEnzyklopädieartikel
Opera seria (italienisch: ernste Oper), italienische Gattung der „ernsten”, heroischen oder tragischen Oper im 18. Jahrhundert. Die Opera seria stammt aus der Neapolitanischen Schule und entwickelte sich zur bestimmenden Operngattung des 18. Jahrhunderts – außer in Frankreich, wo man einen eigenen nationalen Opernstil bevorzugte. Nach dem Vorbild der klassischen französischen Tragödie (u. a. Corneille, Racine) wurden meist mythologische oder historische Stoffe behandelt. Kennzeichnend ist ein festgelegter periodischer Wechsel zwischen Rezitativ und zahlreichen Da-capo-Arien, die direkt ins Publikum gesungen werden. Es treten nur wenige Figuren auf (meistens sechs), auf Chor- und Ensemblesätze wird verzichtet. Die Opera seria umfasst drei Akte. Die heroischen Rollen wurden meist für Sopranisten oder Altisten (also Kastraten) geschrieben. Das Orchester beschränkte sich auf sehr einfache Begleitung (Accompagnato). Eines der besten und typischen Beispiele der Opera seria ist Giulio Cesare in Egitto (1724) von Georg Friedrich Händel. Bei der Opera seria war der Einfluss der Librettisten historisch am größten: Apostolo Zeno (1668-1750) und Pietro Metastasio (1698-1782) prägten diese Opernform entscheidend mit ihren Texten. Opera seria entstanden massenhaft, z. B. von Alessandro Scarlatti (115 Opern), Leonardo Vinci (40 Opern), Leonardo Leo (60 Opern), Francesco Feo (14 Opern), Nicola Porpora (44 Opern) oder Antonio Vivaldi (46 Opern). Die Opera seria steht im Gegensatz zur erfolgreicheren Opera buffa (komische Oper); dazwischen ordnet man die Opera semiseria (ernst-heitere Oper).
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