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Windows Live® Suchergebnisse BeatmusikEnzyklopädieartikel
Beatmusik, Popularmusik der sechziger Jahre, die von England aus die internationale Jugendkultur revolutionierte. Im Unterschied zum Rock ’n’ Roll, der seit Elvis Presley Musik als Ausdruck des Widerstandes gegen die Erwachsenenwelt stilisierte, setzte Beat als Lebensstil zunächst auf Integration. Gruppen wie die Beatles, The Who oder The Animals kultivierten eine neue Leichtigkeit des Alltags und Zusammenlebens, die dem proletarischen Rockerimage eine Absage erteilte. Sie zogen Anzüge an, sangen unbeschwerte Lieder und unterschieden sich nur in semiotischen Details wie den langen Haaren vom kleinbürgerlichen Ambiente der Elterngeneration. Mit dem immensen Erfolg der Beatles von 1963 an, die bei Konzerten regelmäßig Massenhysterie hervorriefen und millionenfach Platten verkauften, wurde aus einem Spartenphänomen jedoch eine weltweite Jugendbewegung, die über Autoren wie Jack Kerouac und Allen Ginsberg auch literarisch fixiert und idealisiert wurde. Mitte der sechziger Jahre ging die Beatgeneration in die Hippie-Bewegung über. Stilistisch ist Beat durch eine eingängige musikalische Struktur mit der Nähe zum Schlager, die verhaltene rockmusikalische Instrumentierung (elektrische Gitarre, elektrischer Bass, Schlagzeug, Gesang, Verstärkung) und die juvenil heiteren Texte gekennzeichnet. Als Prototyp der modernen Popularmusik verzichtet er auf Sound-Effekte und konzentriert sich auf die Wirkung von Komposition und Melodie. Im Unterschied zum Off-Beat des Swings werden in der Regel alle vier Viertel des Taktes gleichberechtigt betont. Dadurch entsteht ein fließender gefälliger Gesamteindruck, der maßgeblich zur Popularität der Musik beigetragen hat.
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