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Windows Live® Suchergebnisse DiscoEnzyklopädieartikel
Disco, Tanztrend und Sparte der Popmusik in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, zugleich Bezeichnung für den Ort der Tanzveranstaltungen. Disco entstand aus einem kulturellen Beziehungsgeflecht, zu dem die Stagnation der Rockmusik, der Aufstieg der DJs, die Weiterentwicklung der studiotechnischen Möglichkeiten und das hedonistische Bedürfnis einer unpolitischen Jugendgeneration beitrugen. Zunächst in Frankreich und New York (Studio 54) öffneten neuartige Tanzpaläste mit synthetischer Ästhetik, in denen zu Lichteffekten Platten aufgelegt wurden. Mit dem Erfolg des Films Saturday Night Fever (1977; Nur Samstag Nacht, Regie John Badham) wurde aus dem urbanen Gruppenphänomen ein weltweiter Tanztrend, der der Plattenindustrie in den folgenden Jahren Milliardenumsätze bescherte. Im Unterschied zur künstlerbezogenen Stilisierung der Rockmusik war bei Disco der Produzent das wichtigste Glied in der Kette. Produzenten wie Giorgio Moroder (Donna Summer), Frank Farian (Boney M.) und Jacques Morali (Village People) gestalteten ihre Produkte weitgehend unabhängig von den Ausführenden. Stilistisch charakteristisch waren der Beat zwischen 120 und 150 Schlägen pro Minute, schlichte Texte und die eingängige Melodieführung der als Gebrauchsgut verstandenen Musik. Seit den achtziger Jahren entstanden, von Disco beeinflusst, weitere Tanztrends wie House und Techno.
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