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Giovanni Battista Baciccia

Enzyklopädieartikel

Giovanni Battista Baciccia, eigentlich Giovanni Battista Gaulli, genannt Il Baciccio, (1639-1709), italienischer Maler. Er war ein Vertreter des norditalienischen Hochbarock und wirkte in Rom.

Baciccia wurde am 10. Mai 1639 in Genua geboren. Nach dem Pesttod seiner Familie im Jahr 1657 zog der 18-Jährige nach Rom. Nach kurzer Lehrzeit wurde er von Gian Lorenzo Bernini entdeckt und gefördert. Baciccia war vor allem mit Porträts erfolgreich, u. a. schuf er die Bildnisse der Päpste Alexander VII., Alexander VIII., Innozenz X., Innozenz XI., Innozenz XII., Klemens IX., Klemens X. und Klemens XI., die allerdings teilweise verschollen sind. Darüber hinaus wurde er mit Altarstücken, Buchillustrationen und dekorativen Werken bekannt. Auch stattete er zahlreiche Kirchen Roms aus. Sein Meisterwerk ist das Deckengemälde der Kirche Il Gesu in Rom, das neben Andrea Pozzos Deckengemälde von San Ignazi als eines der Hauptwerke barocker illusionistischer Malerei gilt. In Zusammenarbeit mit Antonio Raggi (1624-1686), ebenfalls einem Schüler Berninis, der die Stuckfiguren anfertigte, gelang ihm mit Triumph des Namens Christi (1679) eine Illusion von Raum und Tiefe, die wegweisend für spätere Künstler, darunter die Brüder Asam in Süddeutschland, werden sollte. Baciccia starb am 2. April 1709 in Rom.

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