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Windows Live® Suchergebnisse Nürnberger DichterkreisEnzyklopädieartikel
Nürnberger Dichterkreis, auch Pegnesischer Hirten- und Blumenorden, Die Pegnitzschäfer, Löblicher Hirten- und Blumenorden an der Pegnitz, 1644 von dem Patrizier Georg Philipp Harsdörffer (1606-1658) und dem Prediger Johann Klaj (1616-1656) in Nürnberg gegründete Sprachgesellschaft. Ihr Ziel war vor allem die Etablierung einer eigenständigen deutschen Poesie, die sich an der christlichen Ethik orientierte. Das Sinnbild des Nürnberger Dichterkreises war die Panflöte bzw. ab 1669 die Passionsblume. In der Form der literarischen Idylle kultivierte der Kreis eine allegorische Schäferdichtung, in der mithilfe von Klang und Lautmalerei gehobene und gesellige Lebenskultur zum Ausdruck gebracht werden sollte. Einflüsse des italienischen Manierismus sind dabei unverkennbar. In Abkehr von der kanonbildenden Poetik eines Martin Opitz wechseln sich in der Lyrik Versmaße und Strophenformen ab; dies gilt vor allem auch für das bevorzugten Bildgedicht, das sich zudem durch eine „unersättliche” Assoziationsvielfalt auszeichnet. Als Ideal strebte der Dichterkreis die Verbindung von Dichtung und Malerei an. Vorsitzende des Nürnberger Dichterkreises waren Sigmund von Birken (1626-1681), Martin Limburger (1637-1692), Magnus Daniel Omeis (1646-1708) und Christoph Fürer von Haimendorf (1663-1732). Des Weiteren gehörten der Sprachgesellschaft an: Sigmund Theophilus Staden (1607-1655), Johann Helwig (1609-1674), Johann Georg Volckamer (1616-1693), Christoph Arnold (1627-1685), Heinrich Arnold Stockfleth (1643-1708), Daniel Bärholz (1644-1692), Johann Löhner (1645-1705), Michael Kongehl (1646-1710), Catharina Regina von Greiffenberg (1633-1694), Maria Catharina Stockflethin (1633?-1692) und Gertraud Möllerin (1641-1705). Auch Johann Rist (1607-1667) und Justus Georg Schottel (1612-1676) waren zeitweise Ordensmitglieder.
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