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Windows Live® Suchergebnisse Klemens III.Enzyklopädieartikel
Klemens III., zuvor Wibert, (zwischen 1020 und 1030 bis 1100), Gegenpapst (1084-1100). Klemens wurde zwischen 1020 und 1030 als Spross eines mit den Markgrafen von Canossa verwandten Adelshauses in Parma geboren. Zum Geistlichen bestimmt, begann er seine Laufbahn am Hof des Bischofs Cadalus von Parma, des späteren Gegenpapstes Honorius II. Auf Empfehlung der Kaiserin Agnes wurde er zum Kanzler von Italien bestellt und war als Vertreter des Reiches in Italien tätig, so im Januar 1059 auf der Synode von Sutri, auf der die Reformpartei den Tuskulanerpapst Benedikt X. exkommunizierte. Im gleichen Jahr erreichte er, dass das Papstwahldekret des Papstes Nikolaus II. unter Vorbehalt der nicht näher definierten Rechte des deutschen bzw. römischen Königs erlassen wurde. 1061 war er an der Erhebung des Gegenpapstes Honorius II. beteiligt. 1063 wurde er seines Amtes als Kanzler enthoben, erhielt aber auf Fürsprache der Kaiserin Agnes das Erzbistum Ravenna, für das er im Frühjahr 1073 Papst Alexander III. den Obödienzeid leistete. Sein anfänglich gutes Verhältnis zu Papst Gregor VII. wurde durch die Kampfansage der lombardischen Bischöfe Anfang 1076 zu Piacenza erschüttert. Der Papst exkommunizierte ihn und die anderen lombardischen Bischöfe. Im November 1078 wurde er endgültig seines Amtes enthoben, nachdem er auf der Fastensynode desselben Jahres erneut gebannt worden war. Auf einer von König Heinrich IV. nach Brixen einberufenen Synode wurde Klemens als königlicher Kandidat für den päpstlichen Stuhl nominiert, nach der Einnahme Roms am 21. März 1084 auf Vorschlag des Königs gewählt und durch zwei hierzu nicht berechtigte Bischöfe als Klemens III. inthronisiert. Am Ostersonntag, dem 31. März, krönte er Heinrich zum Kaiser. Auch nach Gregors VII. Tod im Exil konnte er sich in Rom gegen die von den Reformern erhobenen Päpste Viktor III. und Urban II. halten, da die Mehrzahl der Kardinäle und der stadtrömische Adel ihn favorisierten. Nach 1092 hielt er sich hauptsächlich am Hofe Kaiser Heinrichs IV. in Oberitalien auf und war dessen zuverlässigste Stütze. Selbst die Wahl des neuen Papstes Paschalis II. 1099 in Rom veränderte die Machtverhältnisse in der Stadt nicht wesentlich. Erst das Eintreffen normannischer Unterstützung für Paschalis veranlasste Klemens, nach Norden auszuweichen. Klemens starb am 8. September 1100 in Civita Castellana. Klemens, dessen Integrität selbst bei seinen Gegnern anerkannt war, war kein bloßes Werkzeug Heinrichs IV., sondern betrieb eine durchaus eigenständige, an den Reformideen orientierte Politik. Als Papst wurde er auch in Dänemark, England, Portugal, Ungarn, Serbien und Kroatien anerkannt.
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