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Windows Live® Suchergebnisse MuawijaEnzyklopädieartikel
Muawija (um 605 bis 680), Kalif (661-680). Er war der Begründer der Omaijaden-Dynastie. Muawija stammte aus der weitverzweigten und einflussreichen mekkanischen Familie der Omaijaden. Unter dem ersten Kalifen Abu Bakr (Regierungszeit 632-634) nahm er an der Eroberung Syriens teil und wurde 641 dort Statthalter. Ein Omaijade war auch der dritte Kalif Othman (Regierungszeit 644-656), ein reicher Kaufmann und Schwiegersohn des Propheten. Othmans Ermordung im Jahr 656 führte zum ersten Bürgerkrieg im Islam. Sein Nachfolger wurde Ali ibn Abi Talib, Vetter und Schwiegersohn Mohammeds, zum vierten Kalifen gewählt, doch machte Muawija ihm das Kalifat streitig. Nach der Schlacht bei Siffin 657 wurde in beiderseitigem Einvernehmen ein Schiedsgericht eingesetzt. Dass Ali sich einem Schiedsgericht unterwerfen wollte, brachte ihm jedoch die Feindschaft der Charidschiten ein, und er wurde 661 ermordet. Damit war der Weg frei für Muawija, dessen Macht in Syrien unangetastet geblieben war und der sich 660 selbst zum Kalifen proklamiert hatte. Muawija machte seine Provinz Syrien zum Mittelpunkt des Großreiches und verlegte die Hauptstadt nach Damaskus. Indem er seinen Sohn Yazid noch zu seinen Lebzeiten als Nachfolger einsetzte, beendete er die Praxis der Kalifenwahl und führte damit das dynastische Prinzip ein. Muawija starb 680. Die Dynastie der Omaijaden wurde 750 von den Abbasiden gestürzt. In der arabischen Literatur gilt Muawija als Beispiel des schlauen, milden, selbstbeherrschten und freigebigen Führers. Von den Schiiten wird er als Gegner Alis entschieden verurteilt.
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