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Windows Live® Suchergebnisse Thüringer BeckenEnzyklopädieartikel
Thüringer Becken, weiträumige geologische Mulde in Thüringen zwischen dem Thüringer Wald im Süden und dem Harz im Norden. Das Thüringer Becken ist mit schüsselförmig gelagerten Schichten der Trias gefüllt, wobei am Rand die Sandsteine und Tonsteine des Buntsandstein, zum Zentrum hin dann ringförmig angeordnet die Kalksteine, Mergel, Tonsteine und Sandsteine des Muschelkalks und Keupers zutage treten. Im Innern des Beckens bilden die weniger widerständigen Gesteine ein flachwelliges, von Löß und Lößlehm bedecktes Hügelland mit durchschnittlich 180 bis 250 Metern Höhe. Härtere Kalksteine und Sandsteine formen Schichtstufen und -kämme, wie den Dün, die Hainleite oder die Schrecke, die zum Teil Höhen von mehr als 500 Metern erreichen. Das größtenteils durch die Unstrut und ihre wichtigsten Nebenflüsse entwässerte Becken war ursprünglich fast geschlossen von Eichen-Hainbuchenwäldern und Rotbuchenwäldern bedeckt. Heute sind nur noch die höheren Bergrücken dichter bewaldet, das Innere des Beckens ist dagegen mit einem Waldanteil von durchschnittlich 3 Prozent nahezu waldfreies Agrarland. Unter dem kontinentalen und niederschlagsarmen Klima mit zum Teil weniger als 500 Millimetern Jahresniederschlag haben sich dort humusreiche Lehmböden entwickelt, die außerhalb der Talauen für den Getreide- und Hackfruchtbau genutzt werden.
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