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Windows Live® Suchergebnisse TotholzbewohnerEnzyklopädieartikel
Totholzbewohner, Pflanzen und Tiere, die auf oder in Totholz (abgestorbenem Holz) leben. Totholz (auch Moderholz) stellt für viele hochspezialisierte Lebewesen einen wichtigen Lebensraum dar. Es entsteht durch unterschiedliche Prozesse, die abiotisch (Sturm, Feuer), biotisch (Alter, Krankheit, Baumschwämme) oder anthropogen (Luftverschmutzung, Holzernte) bedingt sein können. Der Temperatur- und Feuchtigkeitshaushalt ist in Totholz nur geringen Schwankungen unterworfen. Viele Moose, Flechten und Pilze (z. B. Stockschwämmchen) sind auf moderndes Holz als Biotop angewiesen. Bei der Waldverjüngung spielt liegendes Totholz als Substrat für Baumsämlinge eine wichtige Rolle. Unter den Totholz bewohnenden Insekten stellen die Käfer die größte Gruppe. So leben etwa die Larven von Hirschkäfern wie dem Balkenschröter und von Rosenkäfern in Moderholz. Auch viele Bockkäfer, z. B. der Widderbock, sind auf totes Holz angewiesen. Zudem sind viele Hautflügler Totholzbewohner, etwa die Holzbiene und die Larven der Riesenholzwespe. Die vielen Insektenarten, die im Totholz leben, sind zugleich eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Vogel- und Kleinsäugerarten. Für viele Höhlenbrüter, u. a. Schwarzspecht, Grünspecht, Waldkauz, Hohltaube, Haubenmeise und Wiedehopf, stellt Totholz eine wichtige Nistmöglichkeit dar. Auch Siebenschläfer und verschiedene Fledermausarten (z. B. Braunes Langohr, Abendsegler) nutzen Totholz als Lebensraum.
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